Die Teilnehmenden tauschen sich über Wirksamkeitserfahrungen aus und schaffen so Grundlagen für erfolgreiche Partizipationsstrategien.
Sinn und Zweck
Wirksamkeit sichtbar machen: Die Methode schafft Raum, sich der eigenen Wirksamkeit bewusst zu werden. Dies stärkt das Vertrauen in das eigene Handeln, fördert die Bereitschaft sich weiter zu engagieren und macht Wirksamkeitserfahrungen auch für andere sichtbar.
Identifikation von Gelingensbedingungen: Aus den Geschichten lassen sich Muster und Faktoren für gelingende und wirksame Partizipation ableiten.
Ressourcen (Raum, Material u.a.)
Raum:
Ein ruhiger Raum, der Austausch im Plenum und im Tandem ermöglicht.
Material:
ggf. Flipchart oder Ähnliches (wenn Muster gesammelt werden sollen)
Ablauf
1. Partnerarbeit: persönliche Wirksamkeit erleben
Die Teilnehmenden werden in zufällige Zweiergruppen eingeteilt.
Jede Person erzählt ihrem Gegenüber eine Situation, in der sie erlebt hat, dass ihr eigenes Engagement etwas bewirkt hat, z. B. eine Veränderung, ein positives Feedback, ein Aha-Moment.
Die jeweils zuhörende Person unterbricht nicht, kann aber Verständnisfragen stellen.
Im Anschluss teilen beide kurz, was sie aus der Geschichte des anderen für sich mitnehmen.
2. Präsentation im Plenum: Perspektiven wechseln
In der Gesamtgruppe stellt jede*r die Geschichte des Partners oder der Partnerin vor.
Dabei sollen sie die Perspektive des Gegenübers reflektieren und zentrale Aspekte der Wirksamkeit sichtbar machen.
3. Muster erkennen
In der gemeinsamen Diskussion wird nach wiederkehrenden Themen, Bedingungen oder Haltungen gefragt z.B.:
Welche Muster ziehen sich durch die Geschichten?
Was hat diese Wirksamkeit möglich gemacht?
Welche Bedeutung haben diese Erkenntnisse für unsere Praxis?
Abschließend kann überlegt werden, wie ähnliche Wirksamkeitserfahrungen auch anderen Kolleg*innen zugänglich gemacht werden können – beispielsweise im Rahmen von Projekten oder einer Haustarifrunde.
Tipps und Stolperfallen
Alle Erlebnisse sind wertvoll – vermeide Bewertungen oder Hierarchien von Wirksamkeit.
Die Präsentation der Geschichte des anderen kann ein wertschätzender Perspektivwechsel sein.
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Aufgaben
Aktivieren
Diskussion starten
Planen und entwickeln
Kontext
Betriebserschließung
Vertrauensleute
Tarifverhandlungen
Schwierigkeit
gering
Gruppengröße
mittel
Kanal
analog
Dauer
Tool
Legende
Aufgaben
Icebreaker: Kurze Formate, die zu Beginn von Veranstaltungen das Klima auflockern und für eine positive Stimmung sorgen. Sie können auch nach Pausen (Warmup/Energizer) eingesetzt werden.
Informieren: Zusammenstellung bzw. Vermittlung von Informationen, oft als Grundlage für folgende Beteiligung.
Aktivieren: Gewinnung von Beteiligten bzw. Motivation für ein Thema bzw. Anliegen.
Diskussion starten: Einstieg in dialogische Prozesse mit dem Ziel, alle Anwesenden einzubeziehen.
Meinungen und Reaktionen: Formate, die möglichst viele Beteiligte dazu motivieren, ihre Sichtweise mit der Gruppe zu teilen.
Analysieren: Gemeinsames Verständnis für eine Situation, einen Konflikt oder eine Herausforderung entwickeln.
Planen und entwickeln: Formate, die die Erarbeitung gemeinsamer Strategien ermöglichen.
Entscheiden: Formate, die Abstimmungen oder Meinungsbilder ermöglichen.
Vernetzen: Formate, die Beteiligte miteinander in den aktiven Austausch bringen.
Längerfristig zusammenarbeiten: Formate mit dem Ziel, auch nach dem unmittelbaren Austausch gemeinsam Ziele zu realisieren.
Konflikte bearbeiten: Formate, die einen wertschätzenden Austausch zu Konfliktthemen ermöglichen.
Kontext
Betriebserschließung: Formate, die sich in der Aktivierung von Beschäftigten in noch nicht erschlossenen Betrieben einsetzen lassen.
Betriebsrat: Formate zum Einsatz im bzw. durch den Betriebsrat.
Vertrauensleute: Formate zum Einsatz im bzw. durch den Vertrauenskörper.
Arbeitgeber: Formate, die Arbeitgeber zur Beteiligung der Belegschaft nutzen können.
Mitgliederbeteiligung: Formate zur Beteiligung von Mitgliedern der Gewerkschaft außerhalb von Betrieben.
Mitgliederwerbung: Formate, die im Kontext von Werbemaßnahmen hilfreich sein können.
Tarifverhandlungen: Formate zur Vorbereitung oder Begleitung von Tarifverhandlungen in der Fläche oder im Betrieb.
Krisen in Unternehmen: Formate zur Begleitung von krisenbedingten Verhandlungen in Unternehmen durch Betriebsrat oder Gewerkschaft.
Schwierigkeit
gering: Das Format kann von Menschen mit etwas Moderationserfahrung aber ohne spezifische Vorkenntnisse umgesetzt werden.
mittel: Die Moderation sollte über einschlägige Erfahrung verfügen bzw sich anhand der Tipps sorgfältig vorbereiten.
hoch: Praktische Erfahrung mit diesem Format ist erforderlich, evtl. ist eine externe Moderation zu prüfen.
Kanal
Analog: Formate, die gemeinsam in Präsenz an einem Ort durchgeführt werden.
Hybrid: Formate, die auch hybrid möglich sind, bei denen also ein Teil der Mitwirkenden vor Ort ist, ein anderer Teil digital zugeschaltet werden kann.
Digital: Formate für den digitalen Raum (z.B. in Online-Foren oder Video-Calls.
Gruppengröße
klein: Gruppen von unter 8 Personen.
mittel: Typische Gruppengrößen zwischen ca. 8 und 40 Personen.
groß: Großgruppen über 40 Personen.
Dauer
Tool: Kleine Tools, um bestimmte Aufgaben (Gruppeneinteilung, Meinungsbilder, etc.) in einem Prozess zu bewältigen. Sie dauern in der Regel nur wenige Minuten.
Unter 2 Stunden: Kürzere Formate, die im Normalfall in eine typische Veranstaltung integriert werden können.
Halber Tag: Formate, die in der Regel zwischen 2 und 4 Stunden benötigen.
Eintägig: Größere Formate, die zwischen 4 und 8 Stunden Zeit benötigen und als eigenständige Tagesveranstaltung konzipiert sind.
Mehrere Tage: Komplette Prozess-Formate, die aus mehreren Bausteinen bestehen, die oftmals auch mit einem bestimmten zeitlichen Abstand aufeinander folgen sollen.
Ähnlich: Dyade
Diese Methode bietet den Vorteil, dass sich beide Gesprächspartner innerhalb eines bestimmten Zeitfensters zu einem vorher festgelegten Thema äußern können, ohne Unterbrechungen in Form von Gegenfragen oder Kritik fürchten zu müssen.