Q&A Session

Q&A-Sessions (Frage-Antwort-Runden) können zu Beginn oder während beratender Veranstaltungen eingesetzt werden. Teilnehmende können sich fundiert informieren, indem sie Expert*innen zu zentralen Themen der Veranstaltung befragen. Ziel ist es, relevante Fragen zu klären und den Diskurs auf eine informierte Basis zu stellen. 

Sinn und Zweck

  • Wissen aufbauen und vertiefen: Die Teilnehmenden erhalten gezielte Informationen zu einem neuen Thema oder können bestehendes Wissen erweitern. Dabei können sie durch ihre Fragen explizit lenken, worüber sie noch mehr lernen wollen. 
  • Reflexion: Durch die Entwicklung von Fragen sind die Teilnehmenden angehalten, ihr bisheriges Wissen und die Wissenslücken zum Thema zu reflektieren.  
  • Partizipation aller fördern: Durch die Frageentwicklung in Kleingruppen werden auch die Fragen weniger informierter Personen mit einbezogen. 

Ressourcen (Raum, Material u.a.)

Raum: 
  • Der Raum sollte sowohl für Kleingruppenarbeit als auch für Präsentationen im Plenum geeignet sein. 
 Material: 
  • Zettel und Stifte zur Sammlung der Fragen  
  • ggf. Laptop, Beamer und Leinwand für die Vorträge 

Ablauf

1. Vorträge
  • Eingeladene Expert*innen halten kurze Vorträge zu den zentralen Aspekten des Themas.
  • Ziel: Faktenbasis schaffen, Orientierung geben, relevante Zusammenhänge darstellen.
2. Fragen formulieren
  • In Kleingruppen entwickeln die Teilnehmenden Fragen, die sie an die Expert*innen richten möchten.
  • Die Gruppen priorisieren ihre wichtigsten Fragen.
Frage-Antwort-Runde
  • Die Moderation sammelt die Fragen und stellt sie stellvertretend an die Expert*innen.
  • Im Anschluss an jede Antwort können vertiefende Rückfragen direkt aus dem Plenum gestellt werden.

Tipps und Stolperfallen

  • Expert*innen gut briefen: Sie sollten verständlich, kompakt und zielgruppengerecht präsentieren. 
  • Fragen priorisieren: Zu viele Fragen können den Rahmen sprengen – hier hilft eine kurze Auswahl durch die Gruppen. 
  • Spontanität zulassen: Vertiefende Nachfragen sind wichtig, aber sollten gut moderiert werden, um Monologe oder Debatten zu vermeiden. 
  • Zeit im Blick behalten: Plane genug Zeit ein, aber setze klare zeitliche Grenzen pro Antwort. 

Einloggen, um diese Methode als Favorit zu speichern.

Einloggen, um diese Methode als PDF zu exportieren.

Aufgaben
Informieren
Kontext
Betriebsrat
Vertrauensleute
Arbeitgeber
Mitgliederbeteiligung
Krisen in Unternehmen
Schwierigkeit
mittel
Gruppengröße
klein
mittel
groß
Kanal
analog
digital
Dauer
Halber Tag

Legende

  • Icebreaker: Kurze Formate, die zu Beginn von Veranstaltungen das Klima auflockern und für eine positive Stimmung sorgen. Sie können auch nach Pausen (Warmup/Energizer) eingesetzt werden.
  • Informieren: Zusammenstellung bzw. Vermittlung von Informationen, oft als Grundlage für folgende Beteiligung.
  • Aktivieren: Gewinnung von Beteiligten bzw. Motivation für ein Thema bzw. Anliegen.
  • Diskussion starten: Einstieg in  dialogische Prozesse mit dem Ziel, alle Anwesenden einzubeziehen.
  • Meinungen und Reaktionen: Formate, die möglichst viele Beteiligte dazu motivieren, ihre Sichtweise mit der Gruppe zu teilen.
  • Analysieren: Gemeinsames Verständnis für eine Situation, einen Konflikt oder eine Herausforderung entwickeln.
  • Planen und entwickeln: Formate, die die Erarbeitung gemeinsamer Strategien ermöglichen.
  • Entscheiden: Formate, die Abstimmungen oder Meinungsbilder ermöglichen.
  • Vernetzen: Formate, die Beteiligte miteinander in den aktiven Austausch bringen.
  • Längerfristig zusammenarbeiten: Formate mit dem Ziel, auch nach dem unmittelbaren Austausch gemeinsam Ziele zu realisieren.
  • Konflikte bearbeiten: Formate, die einen wertschätzenden Austausch zu Konfliktthemen ermöglichen.
  • Betriebserschließung: Formate, die sich in der Aktivierung von Beschäftigten in noch nicht erschlossenen Betrieben einsetzen lassen.
  • Betriebsrat: Formate zum Einsatz im bzw. durch den Betriebsrat.
  • Vertrauensleute: Formate zum Einsatz im bzw. durch den Vertrauenskörper.
  • Arbeitgeber: Formate, die Arbeitgeber zur Beteiligung der Belegschaft nutzen können.
  • Mitgliederbeteiligung: Formate zur Beteiligung von Mitgliedern der Gewerkschaft außerhalb von Betrieben.
  • Mitgliederwerbung: Formate, die im Kontext von Werbemaßnahmen hilfreich sein können.
  • Tarifverhandlungen: Formate zur Vorbereitung oder Begleitung von Tarifverhandlungen in der Fläche oder im Betrieb.
  • Krisen in Unternehmen: Formate zur Begleitung von krisenbedingten Verhandlungen in Unternehmen durch Betriebsrat oder Gewerkschaft.
  • gering: Das Format kann von Menschen mit etwas Moderationserfahrung aber ohne spezifische Vorkenntnisse umgesetzt werden.
  • mittel: Die Moderation sollte über einschlägige Erfahrung verfügen bzw sich anhand der Tipps sorgfältig vorbereiten.
  • hoch: Praktische Erfahrung mit diesem Format ist erforderlich, evtl. ist eine externe Moderation zu prüfen.
  • Analog: Formate, die gemeinsam in Präsenz an einem Ort durchgeführt werden.
  • Hybrid: Formate, die auch hybrid möglich sind, bei denen also ein Teil der Mitwirkenden vor Ort ist, ein anderer Teil digital zugeschaltet werden kann.
  • Digital: Formate für den digitalen Raum (z.B. in Online-Foren oder Video-Calls.
  • klein: Gruppen von unter 8 Personen.
  • mittel: Typische Gruppengrößen zwischen ca. 8 und 40 Personen.
  • groß: Großgruppen über 40 Personen.
  • Tool: Kleine Tools, um bestimmte Aufgaben (Gruppeneinteilung, Meinungsbilder, etc.) in einem Prozess zu bewältigen. Sie dauern in der Regel nur wenige Minuten.
  • Unter 2 Stunden: Kürzere Formate, die im Normalfall in eine typische Veranstaltung integriert werden können.
  • Halber Tag: Formate, die in der Regel zwischen 2 und 4 Stunden benötigen.
  • Eintägig: Größere Formate, die zwischen 4 und 8 Stunden Zeit benötigen und als eigenständige Tagesveranstaltung konzipiert sind.
  • Mehrere Tage: Komplette Prozess-Formate, die aus mehreren Bausteinen bestehen, die oftmals auch mit einem bestimmten zeitlichen Abstand aufeinander folgen sollen.
Ähnlich: Living Library
Die Methode bedient sich des Prinzips der Leihbücherei: Leser*innen entleihen sich ein interessantes Buch, beschäftigen sich mit ihm und bringen es anschließend wieder zurück. Nur, dass im Fall der Living Library die „Bücher“ Menschen sind, die sich zu einem Gespräch mit den Bibliotheksbesucher*innen zur Verfügung stellen.