Pizza & Plaudern

Dieses Veranstaltungsformat bringt junge Kolleg*innen in lockerer Atmosphäre mit Entscheidungsträger*innen (z. B. Geschäftsführung, Abteilungsleiter*innen) ins Gespräch. Die Methode schafft einen niedrigschwelligen Zugang zu Themen des Unternehmens und ermöglicht, dass junge Menschen ihre Anliegen direkt und offen äußern können – ganz ohne Podium oder Mikrofon. 

Sinn und Zweck

  • Aktivieren: Junge Menschen werden aktiviert, sich mit relevanten Themen auseinanderzusetzen und eigene Fragen, Meinungen und Interessen zu formulieren. 
  • Diskussionen starten: In entspannter Atmosphäre kommen echte Gespräche auf Augenhöhe zustande. Dadurch entstehen Raum und Zeit für Themen, die die Teilnehmenden wirklich bewegen. 
  • Vernetzen: Die Methode fördert den direkten Austausch. So entstehen persönliche Kontakte und Verständnis füreinander. 

Ressourcen (Raum, Material u.a.)

Raum: 
  • Ein freundlicher, lockerer Veranstaltungsort – z. B. ein großer Gemeinschaftsraum, ein Café, ein Innenhof oder ein Park. Wichtig ist, dass er ausreichend Platz für Stehtische oder Sitzgruppen bietet. 
 Material: 
  • Namenschilder und Marker 
  • Getränke  
  • Pizza (oder anderes Essen) 
  • ggf. Lautsprecher (für Musik im Hintergrund)  

Ablauf

1. Ankommen und Einstieg
  • Die Veranstaltungsleitung lädt Kolleg*innen und Entscheidungsträger*innen ein und organisiert Essen und Getränke.
  • Alle, die ankommen, werden begrüßt und erhalten ein Namensschild.
  • Eine Moderator*in aus dem Team eröffnet die Runde und stellt kurz den Ablauf vor.
2. Gesprächsauftakt
  • In der großen Rund werden die Gäste – besonders die Entscheidungsträger*innen – kurz vorgestellt.
  • Danach beginnt direkt der offene Austausch: Junge Kolleg*innen können Fragen stellen, Themen ansprechen, ihre Sichtweise teilen.
3. Pizza & Kleingruppen
  • Etwa nach einer halben Stunde kommt die Pizza: Nun bilden sich automatisch kleinere Gesprächsgruppen beim gemeinsamen Essen.
  • In den Kleingruppen kann ungezwungen weiter diskutiert werden.
  • Helfer*innen achten darauf, dass niemand alleinbleibt und alle mit ins Gespräche kommen.
  • Die Gruppen können sich durchmischen, wenn es passt – informell, ohne festen Ablauf.
  • Optional: Zum Abschluss gibt es nochmal eine kurze Runde im Plenum, in der einzelne Erkenntnisse oder Wünsche geteilt werden können.

Tipps und Stolperfallen

  • Das Angebot sollte möglichst niedrigschwellig bleiben. Keine Reden, keine komplizierte Technik – der direkte Austausch steht im Vordergrund. 

 

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Aufgaben
Aktivieren
Diskussion starten
Vernetzen
Kontext
Betriebserschließung
Vertrauensleute
Mitgliederbeteiligung
Schwierigkeit
gering
Gruppengröße
mittel
Kanal
analog
Dauer
Unter 2 Stunden

Legende

  • Icebreaker: Kurze Formate, die zu Beginn von Veranstaltungen das Klima auflockern und für eine positive Stimmung sorgen. Sie können auch nach Pausen (Warmup/Energizer) eingesetzt werden.
  • Informieren: Zusammenstellung bzw. Vermittlung von Informationen, oft als Grundlage für folgende Beteiligung.
  • Aktivieren: Gewinnung von Beteiligten bzw. Motivation für ein Thema bzw. Anliegen.
  • Diskussion starten: Einstieg in  dialogische Prozesse mit dem Ziel, alle Anwesenden einzubeziehen.
  • Meinungen und Reaktionen: Formate, die möglichst viele Beteiligte dazu motivieren, ihre Sichtweise mit der Gruppe zu teilen.
  • Analysieren: Gemeinsames Verständnis für eine Situation, einen Konflikt oder eine Herausforderung entwickeln.
  • Planen und entwickeln: Formate, die die Erarbeitung gemeinsamer Strategien ermöglichen.
  • Entscheiden: Formate, die Abstimmungen oder Meinungsbilder ermöglichen.
  • Vernetzen: Formate, die Beteiligte miteinander in den aktiven Austausch bringen.
  • Längerfristig zusammenarbeiten: Formate mit dem Ziel, auch nach dem unmittelbaren Austausch gemeinsam Ziele zu realisieren.
  • Konflikte bearbeiten: Formate, die einen wertschätzenden Austausch zu Konfliktthemen ermöglichen.
  • Betriebserschließung: Formate, die sich in der Aktivierung von Beschäftigten in noch nicht erschlossenen Betrieben einsetzen lassen.
  • Betriebsrat: Formate zum Einsatz im bzw. durch den Betriebsrat.
  • Vertrauensleute: Formate zum Einsatz im bzw. durch den Vertrauenskörper.
  • Arbeitgeber: Formate, die Arbeitgeber zur Beteiligung der Belegschaft nutzen können.
  • Mitgliederbeteiligung: Formate zur Beteiligung von Mitgliedern der Gewerkschaft außerhalb von Betrieben.
  • Mitgliederwerbung: Formate, die im Kontext von Werbemaßnahmen hilfreich sein können.
  • Tarifverhandlungen: Formate zur Vorbereitung oder Begleitung von Tarifverhandlungen in der Fläche oder im Betrieb.
  • Krisen in Unternehmen: Formate zur Begleitung von krisenbedingten Verhandlungen in Unternehmen durch Betriebsrat oder Gewerkschaft.
  • gering: Das Format kann von Menschen mit etwas Moderationserfahrung aber ohne spezifische Vorkenntnisse umgesetzt werden.
  • mittel: Die Moderation sollte über einschlägige Erfahrung verfügen bzw sich anhand der Tipps sorgfältig vorbereiten.
  • hoch: Praktische Erfahrung mit diesem Format ist erforderlich, evtl. ist eine externe Moderation zu prüfen.
  • Analog: Formate, die gemeinsam in Präsenz an einem Ort durchgeführt werden.
  • Hybrid: Formate, die auch hybrid möglich sind, bei denen also ein Teil der Mitwirkenden vor Ort ist, ein anderer Teil digital zugeschaltet werden kann.
  • Digital: Formate für den digitalen Raum (z.B. in Online-Foren oder Video-Calls.
  • klein: Gruppen von unter 8 Personen.
  • mittel: Typische Gruppengrößen zwischen ca. 8 und 40 Personen.
  • groß: Großgruppen über 40 Personen.
  • Tool: Kleine Tools, um bestimmte Aufgaben (Gruppeneinteilung, Meinungsbilder, etc.) in einem Prozess zu bewältigen. Sie dauern in der Regel nur wenige Minuten.
  • Unter 2 Stunden: Kürzere Formate, die im Normalfall in eine typische Veranstaltung integriert werden können.
  • Halber Tag: Formate, die in der Regel zwischen 2 und 4 Stunden benötigen.
  • Eintägig: Größere Formate, die zwischen 4 und 8 Stunden Zeit benötigen und als eigenständige Tagesveranstaltung konzipiert sind.
  • Mehrere Tage: Komplette Prozess-Formate, die aus mehreren Bausteinen bestehen, die oftmals auch mit einem bestimmten zeitlichen Abstand aufeinander folgen sollen.
Ähnlich: Gib deinen Senf dazu!
In diesem Format werden Kolleg*innen und externe Gäste zum gemeinsamen Kochen und Essen gebeten.