Nudging-Pool

Nudges sind alle Maßnahmen, mit denen Entscheidungsarchitektinnen und -architekten das Verhalten von Menschen in vorhersagbarer Weise verändern können, ohne irgendwelche Optionen auszuschließen oder wirtschaftliche Anreize stark zu verändern. Solche Nudges können zur Umsetzung von Beteiligungsergebnissen und -strategien partizipativ erarbeitet werden.

Sinn und Zweck

  • Verhalten sanft lenken: Nudges zielen darauf ab, gewünschtes Verhalten auf unaufdringliche Weise zu fördern.
  • Partizipative Umsetzung von Strategien: Beteiligte werden aktiv in die Entwicklung von Nudges einbezogen, wodurch Identifikation und Wirkung steigen.

Ressourcen (Raum, Material u.a.)

Raum:
  • Ein Ort mit ausreichend Platz für Gruppenarbeit und kreative Entwicklung (z. B. Workshopraum)
  • Pinnwand oder freie Fläche zur Präsentation der Ergebnisse
Material:
  • 1. Einführung in das Konzept

    Die Moderation stellt das Prinzip des Nudgings vor und erläutert die zentralen Merkmale:

    • Ein Nudge ist einfach und kostengünstig.

    • Ein Nudge fördert das persönliche Wohlbefinden.

    • Ein Nudge schränkt die Entscheidungsfreiheit nicht ein.

    2. Zielgruppen und gewünschte Verhaltensänderung bestimmen

    Im Plenum überlegt die Gruppe gemeinsam, welche Zielpersonen angesprochen werden sollen und welche Verhaltensänderungen wünschenswert wären.

    3. Entwicklung von Nudges in Kleingruppen

    In Gruppen von 2 bis 4 Personen entwickeln die Teilnehmenden kreative Nudge-Ideen. Leitfrage:

    Welche kleinen „Anstupser“ können helfen, das gewünschte Verhalten positiv zu unterstützen – und erfüllen dabei alle Kriterien eines Nudges?

    Die entwickelten Vorschläge werden auf Karten notiert und an eine Pinnwand geheftet.

    4. Diskussion und Auswahl

    Alle Vorschläge werden im Plenum vorgestellt und diskutiert. Zum Abschluss stimmen die Teilnehmenden darüber ab, welche Nudges als besonders sinnvoll und wirksam eingeschätzt werden.

Ablauf

1. Einführung in das Konzept
  • Die Moderation stellt das Prinzip des Nudgings vor und erläutert die zentralen Merkmale:
    • Ein Nudge ist einfach und kostengünstig.
    • Ein Nudge fördert das persönliche Wohlbefinden.
    • Ein Nudge schränkt die Entscheidungsfreiheit nicht ein.
2. Zielgruppen und gewünschte Verhaltensänderung bestimmen
  • Im Plenum überlegt die Gruppe gemeinsam, welche Zielpersonen angesprochen werden sollen und welche Verhaltensänderungen wünschenswert wären.
3. Entwicklung von Nudges in Kleingruppen
  • In Gruppen von 2 bis 4 Personen entwickeln die Teilnehmenden kreative Nudge-Ideen.
  • Leitfrage: Welche kleinen „Anstupser“ können helfen, das gewünschte Verhalten positiv zu unterstützen?
  • Die entwickelten Vorschläge werden auf Karten notiert und an eine Pinnwand geheftet.
4. Diskussion und Auswahl
  • Alle Vorschläge werden im Plenum vorgestellt und diskutiert. Zum Abschluss können die Teilnehmenden darüber abstimmen, welche Nudges als besonders sinnvoll und wirksam eingeschätzt werden.

 

Tipps und Stolperfallen

  • Die Entwicklung von Nudgings macht dann Sinn, wenn Einvernehmen über die Ziele herrscht.
  • Ein guter Nudge ist keine versteckte Bevormundung, sondern ein transparenter Impuls. Achte darauf, dass die Entscheidungsfreiheit gewahrt bleibt.

Einloggen, um diese Methode als Favorit zu speichern.

Einloggen, um diese Methode als PDF zu exportieren.

Aufgaben
Planen und entwickeln
Längerfristig zusammenarbeiten
Konflikte bearbeiten
Kontext
Betriebserschließung
Betriebsrat
Vertrauensleute
Schwierigkeit
mittel
Gruppengröße
klein
mittel
Kanal
analog
Dauer
Unter 2 Stunden

Legende

  • Icebreaker: Kurze Formate, die zu Beginn von Veranstaltungen das Klima auflockern und für eine positive Stimmung sorgen. Sie können auch nach Pausen (Warmup/Energizer) eingesetzt werden.
  • Informieren: Zusammenstellung bzw. Vermittlung von Informationen, oft als Grundlage für folgende Beteiligung.
  • Aktivieren: Gewinnung von Beteiligten bzw. Motivation für ein Thema bzw. Anliegen.
  • Diskussion starten: Einstieg in  dialogische Prozesse mit dem Ziel, alle Anwesenden einzubeziehen.
  • Meinungen und Reaktionen: Formate, die möglichst viele Beteiligte dazu motivieren, ihre Sichtweise mit der Gruppe zu teilen.
  • Analysieren: Gemeinsames Verständnis für eine Situation, einen Konflikt oder eine Herausforderung entwickeln.
  • Planen und entwickeln: Formate, die die Erarbeitung gemeinsamer Strategien ermöglichen.
  • Entscheiden: Formate, die Abstimmungen oder Meinungsbilder ermöglichen.
  • Vernetzen: Formate, die Beteiligte miteinander in den aktiven Austausch bringen.
  • Längerfristig zusammenarbeiten: Formate mit dem Ziel, auch nach dem unmittelbaren Austausch gemeinsam Ziele zu realisieren.
  • Konflikte bearbeiten: Formate, die einen wertschätzenden Austausch zu Konfliktthemen ermöglichen.
  • Betriebserschließung: Formate, die sich in der Aktivierung von Beschäftigten in noch nicht erschlossenen Betrieben einsetzen lassen.
  • Betriebsrat: Formate zum Einsatz im bzw. durch den Betriebsrat.
  • Vertrauensleute: Formate zum Einsatz im bzw. durch den Vertrauenskörper.
  • Arbeitgeber: Formate, die Arbeitgeber zur Beteiligung der Belegschaft nutzen können.
  • Mitgliederbeteiligung: Formate zur Beteiligung von Mitgliedern der Gewerkschaft außerhalb von Betrieben.
  • Mitgliederwerbung: Formate, die im Kontext von Werbemaßnahmen hilfreich sein können.
  • Tarifverhandlungen: Formate zur Vorbereitung oder Begleitung von Tarifverhandlungen in der Fläche oder im Betrieb.
  • Krisen in Unternehmen: Formate zur Begleitung von krisenbedingten Verhandlungen in Unternehmen durch Betriebsrat oder Gewerkschaft.
  • gering: Das Format kann von Menschen mit etwas Moderationserfahrung aber ohne spezifische Vorkenntnisse umgesetzt werden.
  • mittel: Die Moderation sollte über einschlägige Erfahrung verfügen bzw sich anhand der Tipps sorgfältig vorbereiten.
  • hoch: Praktische Erfahrung mit diesem Format ist erforderlich, evtl. ist eine externe Moderation zu prüfen.
  • Analog: Formate, die gemeinsam in Präsenz an einem Ort durchgeführt werden.
  • Hybrid: Formate, die auch hybrid möglich sind, bei denen also ein Teil der Mitwirkenden vor Ort ist, ein anderer Teil digital zugeschaltet werden kann.
  • Digital: Formate für den digitalen Raum (z.B. in Online-Foren oder Video-Calls.
  • klein: Gruppen von unter 8 Personen.
  • mittel: Typische Gruppengrößen zwischen ca. 8 und 40 Personen.
  • groß: Großgruppen über 40 Personen.
  • Tool: Kleine Tools, um bestimmte Aufgaben (Gruppeneinteilung, Meinungsbilder, etc.) in einem Prozess zu bewältigen. Sie dauern in der Regel nur wenige Minuten.
  • Unter 2 Stunden: Kürzere Formate, die im Normalfall in eine typische Veranstaltung integriert werden können.
  • Halber Tag: Formate, die in der Regel zwischen 2 und 4 Stunden benötigen.
  • Eintägig: Größere Formate, die zwischen 4 und 8 Stunden Zeit benötigen und als eigenständige Tagesveranstaltung konzipiert sind.
  • Mehrere Tage: Komplette Prozess-Formate, die aus mehreren Bausteinen bestehen, die oftmals auch mit einem bestimmten zeitlichen Abstand aufeinander folgen sollen.