Moonshot

Kern der Moonshot-Methode ist das Prinzip, nicht vom Status Quo auszugehen, sondern sich ein visionäres, scheinbar unerreichbares Ziel zu setzen. Daraus sollen dann schrittweise realisierbare Strategien abgeleitet werden. Ziel ist es, Denkgrenzen zu überwinden, mutige Ideen zu fördern und Innovation zu ermöglichen. 

Sinn und Zweck

  • Grenzen verschieben: Anstatt kleine Optimierungen zu suchen, werden bewusst große, visionäre Fragestellungen entwickelt. 
  • Mut zum Unmöglichen: Mitarbeitende sollen motiviert werden, groß zu denken, scheinbar verrückte, unmögliche Ideen zuzulassen und sich nicht zu schnell zufriedengeben. 
  • Lösungsorientierung: Der Fokus liegt nicht auf Problemen, sondern auf der Entwicklung wegweisender Lösungen. Die Methode kann somit Innovationsprozesse, Strategieentwicklung und Veränderungsmanagement unterstützen.  

Ressourcen (Raum, Material u.a.)

Raum: 
  • Großer Raum für gemeinsames Arbeiten 
  • Eventuell kleinere Gruppenräume oder Rückzugsorte für Gruppenarbeiten 
Material: 
  • Flipchart, Tafel oder digitales Whiteboard 
  • Stifte, Moderationskarten, ggf. digitale Tools zur Ideenvisualisierung 

Ablauf

1. Moonshot-Frage stellen: Vision definieren
  • Die Moderation stellt eine inspirierende, aber zunächst unrealistische Frage, z. B.: 
    • Wie können wir mit unserem Vorhaben in die Geschichtsbücher eingehen?
    • Wie können wir dafür sorgen, dass in unserem Unternehmen nichts mehr ohne die Gewerkschaft geht? 
    • Wie können wir die Schichtarbeit abschaffen? 
    • Wie können wir unsere Mitgliederzahl verdoppeln? 
    • Wie können wir zum beliebtesten Unternehmen der Region werden? 
    • Wie können wir die Vier-Tage-Woche bei uns zum Standard machen?
  • Technologische, soziale oder politische Grenzen werden dabei gezielt ausgeblendet, um radikal neu denken zu können. 
2. Realistische Schritte ableiten
  • In Kleingruppen wird die Moonshot-Idee systematisch „herunterskaliert“, bis ein Ziel entsteht, das theoretisch erreichbar erscheint. 
3. Lösungsstrategien entwickeln
  • Mit passenden Methoden (z. B.  Backcasting) werden konkrete Umsetzungsschritte erarbeitet. 

Einloggen, um diese Methode als Favorit zu speichern.

Einloggen, um diese Methode als PDF zu exportieren.

Aufgaben
Aktivieren
Diskussion starten
Analysieren
Planen und entwickeln
Kontext
Betriebserschließung
Betriebsrat
Vertrauensleute
Arbeitgeber
Mitgliederbeteiligung
Krisen in Unternehmen
Schwierigkeit
mittel
Gruppengröße
klein
mittel
Kanal
analog
Dauer
Halber Tag

Legende

  • Icebreaker: Kurze Formate, die zu Beginn von Veranstaltungen das Klima auflockern und für eine positive Stimmung sorgen. Sie können auch nach Pausen (Warmup/Energizer) eingesetzt werden.
  • Informieren: Zusammenstellung bzw. Vermittlung von Informationen, oft als Grundlage für folgende Beteiligung.
  • Aktivieren: Gewinnung von Beteiligten bzw. Motivation für ein Thema bzw. Anliegen.
  • Diskussion starten: Einstieg in  dialogische Prozesse mit dem Ziel, alle Anwesenden einzubeziehen.
  • Meinungen und Reaktionen: Formate, die möglichst viele Beteiligte dazu motivieren, ihre Sichtweise mit der Gruppe zu teilen.
  • Analysieren: Gemeinsames Verständnis für eine Situation, einen Konflikt oder eine Herausforderung entwickeln.
  • Planen und entwickeln: Formate, die die Erarbeitung gemeinsamer Strategien ermöglichen.
  • Entscheiden: Formate, die Abstimmungen oder Meinungsbilder ermöglichen.
  • Vernetzen: Formate, die Beteiligte miteinander in den aktiven Austausch bringen.
  • Längerfristig zusammenarbeiten: Formate mit dem Ziel, auch nach dem unmittelbaren Austausch gemeinsam Ziele zu realisieren.
  • Konflikte bearbeiten: Formate, die einen wertschätzenden Austausch zu Konfliktthemen ermöglichen.
  • Betriebserschließung: Formate, die sich in der Aktivierung von Beschäftigten in noch nicht erschlossenen Betrieben einsetzen lassen.
  • Betriebsrat: Formate zum Einsatz im bzw. durch den Betriebsrat.
  • Vertrauensleute: Formate zum Einsatz im bzw. durch den Vertrauenskörper.
  • Arbeitgeber: Formate, die Arbeitgeber zur Beteiligung der Belegschaft nutzen können.
  • Mitgliederbeteiligung: Formate zur Beteiligung von Mitgliedern der Gewerkschaft außerhalb von Betrieben.
  • Mitgliederwerbung: Formate, die im Kontext von Werbemaßnahmen hilfreich sein können.
  • Tarifverhandlungen: Formate zur Vorbereitung oder Begleitung von Tarifverhandlungen in der Fläche oder im Betrieb.
  • Krisen in Unternehmen: Formate zur Begleitung von krisenbedingten Verhandlungen in Unternehmen durch Betriebsrat oder Gewerkschaft.
  • gering: Das Format kann von Menschen mit etwas Moderationserfahrung aber ohne spezifische Vorkenntnisse umgesetzt werden.
  • mittel: Die Moderation sollte über einschlägige Erfahrung verfügen bzw sich anhand der Tipps sorgfältig vorbereiten.
  • hoch: Praktische Erfahrung mit diesem Format ist erforderlich, evtl. ist eine externe Moderation zu prüfen.
  • Analog: Formate, die gemeinsam in Präsenz an einem Ort durchgeführt werden.
  • Hybrid: Formate, die auch hybrid möglich sind, bei denen also ein Teil der Mitwirkenden vor Ort ist, ein anderer Teil digital zugeschaltet werden kann.
  • Digital: Formate für den digitalen Raum (z.B. in Online-Foren oder Video-Calls.
  • klein: Gruppen von unter 8 Personen.
  • mittel: Typische Gruppengrößen zwischen ca. 8 und 40 Personen.
  • groß: Großgruppen über 40 Personen.
  • Tool: Kleine Tools, um bestimmte Aufgaben (Gruppeneinteilung, Meinungsbilder, etc.) in einem Prozess zu bewältigen. Sie dauern in der Regel nur wenige Minuten.
  • Unter 2 Stunden: Kürzere Formate, die im Normalfall in eine typische Veranstaltung integriert werden können.
  • Halber Tag: Formate, die in der Regel zwischen 2 und 4 Stunden benötigen.
  • Eintägig: Größere Formate, die zwischen 4 und 8 Stunden Zeit benötigen und als eigenständige Tagesveranstaltung konzipiert sind.
  • Mehrere Tage: Komplette Prozess-Formate, die aus mehreren Bausteinen bestehen, die oftmals auch mit einem bestimmten zeitlichen Abstand aufeinander folgen sollen.
Ähnlich: Heldenmarkt
Oft werden Ideen nicht ausgesprochen und verfolgt, weil sie uns zu verrückt erscheinen. Genau solche Ideen bringt der Heldenmarkt auf den Tisch.