Markt der Möglichkeiten

Beim „Markt der Möglichkeiten“ wird ein Thema in mehrere Teilaspekte aufgeteilt, die in Gruppenarbeit vertieft behandelt und anschließend visuell aufbereitet präsentiert werden. Durch die Kombination aus Arbeitsteilung, Visualisierung und wechselseitiger Vermittlung entsteht ein breit gefächerter Überblick über das im Fokus stehende Thema.

Sinn und Zweck

  • Teilthemen in der Tiefe bearbeiten: Die Methode ermöglicht es, ein komplexes Thema in mehreren Gruppen gleichzeitig und differenziert zu beleuchten. 
  • Partizipation aller ermöglichen: Durch den Wechsel zwischen Gruppenarbeit und Präsentation werden alle aktiv einbezogen: Jede*r übernimmt Verantwortung für ein Teilthema und stellt Ergebnisse vor. 
  • Ergebnisse sichtbar machen: Die visualisierten Arbeitsergebnisse lassen sich dokumentieren und als Grundlage für weitere Diskussionen oder Entscheidungen nutzen. 

Ressourcen (Raum, Material u.a.)

Raum: 
  • Ein ausreichend großer Raum mit Platz für mehrere Arbeitsinseln bzw. Stationen. Möglichst bewegliches Mobiliar für Gruppen- und Präsentationsphasen. 
 Material: 
  • Moderationskarten 
  • Ein großes Plakat oder ein Flipchart für jede Gruppe 
  • Marker, Stifte, Klebepunkte

Ablauf

1. Teilaspekte bearbeiten
  • Die Teilnehmenden werden in Gruppen eingeteilt.
  • Jede Gruppe erhält einen eigenen Themenaspekt und bereitet eine visuelle Darstellung (z. B. ein Plakat) mit ihren Ergebnissen vor.
2. Umgruppierung
  • Nach der Erarbeitungsphase werden die Gruppen neu gemischt: Jede neue Gruppe enthält jeweils eine Person aus jeder der ursprünglichen Arbeitsgruppen – sie fungieren nun als Expert*innen für ihr bearbeitetes Thema.
3. Präsentationsphase
  • Die neu zusammengesetzten Gruppen begeben sich auf einen „Gang über den Markt“:
  • Die Gruppen wandern von Station zu Station.
  • An jeder Station präsentiert die zuständige Expert*in das jeweilige Plakat.
  • Die Zuhörenden können Rückfragen stellen oder kurze Diskussionen führen. So erhält jede Person einen vollständigen Überblick über alle Teilaspekte.
4. Zusammenfassung im Plenum
  • Optional können die Ergebnisse dokumentiert oder gemeinsam weiterverarbeitet werden.
  • Die Moderation fasst zentrale Erkenntnisse, wiederkehrende Themen oder offene Fragen zusammen.

Tipps und Stolperfallen

  • Ein Markt der Möglichkeiten lässt sich sehr gut auch in eine Betriebsversammlung integrieren. 
  • Achte darauf, dass die Plakate oder andere visuelle Darstellungen gut lesbar und klar strukturiert sind – sie sind das zentrale Medium.  

 

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Aufgaben
Informieren
Aktivieren
Planen und entwickeln
Kontext
Betriebsrat
Vertrauensleute
Arbeitgeber
Mitgliederbeteiligung
Schwierigkeit
mittel
Gruppengröße
mittel
Kanal
analog
Dauer
Halber Tag

Legende

  • Icebreaker: Kurze Formate, die zu Beginn von Veranstaltungen das Klima auflockern und für eine positive Stimmung sorgen. Sie können auch nach Pausen (Warmup/Energizer) eingesetzt werden.
  • Informieren: Zusammenstellung bzw. Vermittlung von Informationen, oft als Grundlage für folgende Beteiligung.
  • Aktivieren: Gewinnung von Beteiligten bzw. Motivation für ein Thema bzw. Anliegen.
  • Diskussion starten: Einstieg in  dialogische Prozesse mit dem Ziel, alle Anwesenden einzubeziehen.
  • Meinungen und Reaktionen: Formate, die möglichst viele Beteiligte dazu motivieren, ihre Sichtweise mit der Gruppe zu teilen.
  • Analysieren: Gemeinsames Verständnis für eine Situation, einen Konflikt oder eine Herausforderung entwickeln.
  • Planen und entwickeln: Formate, die die Erarbeitung gemeinsamer Strategien ermöglichen.
  • Entscheiden: Formate, die Abstimmungen oder Meinungsbilder ermöglichen.
  • Vernetzen: Formate, die Beteiligte miteinander in den aktiven Austausch bringen.
  • Längerfristig zusammenarbeiten: Formate mit dem Ziel, auch nach dem unmittelbaren Austausch gemeinsam Ziele zu realisieren.
  • Konflikte bearbeiten: Formate, die einen wertschätzenden Austausch zu Konfliktthemen ermöglichen.
  • Betriebserschließung: Formate, die sich in der Aktivierung von Beschäftigten in noch nicht erschlossenen Betrieben einsetzen lassen.
  • Betriebsrat: Formate zum Einsatz im bzw. durch den Betriebsrat.
  • Vertrauensleute: Formate zum Einsatz im bzw. durch den Vertrauenskörper.
  • Arbeitgeber: Formate, die Arbeitgeber zur Beteiligung der Belegschaft nutzen können.
  • Mitgliederbeteiligung: Formate zur Beteiligung von Mitgliedern der Gewerkschaft außerhalb von Betrieben.
  • Mitgliederwerbung: Formate, die im Kontext von Werbemaßnahmen hilfreich sein können.
  • Tarifverhandlungen: Formate zur Vorbereitung oder Begleitung von Tarifverhandlungen in der Fläche oder im Betrieb.
  • Krisen in Unternehmen: Formate zur Begleitung von krisenbedingten Verhandlungen in Unternehmen durch Betriebsrat oder Gewerkschaft.
  • gering: Das Format kann von Menschen mit etwas Moderationserfahrung aber ohne spezifische Vorkenntnisse umgesetzt werden.
  • mittel: Die Moderation sollte über einschlägige Erfahrung verfügen bzw sich anhand der Tipps sorgfältig vorbereiten.
  • hoch: Praktische Erfahrung mit diesem Format ist erforderlich, evtl. ist eine externe Moderation zu prüfen.
  • Analog: Formate, die gemeinsam in Präsenz an einem Ort durchgeführt werden.
  • Hybrid: Formate, die auch hybrid möglich sind, bei denen also ein Teil der Mitwirkenden vor Ort ist, ein anderer Teil digital zugeschaltet werden kann.
  • Digital: Formate für den digitalen Raum (z.B. in Online-Foren oder Video-Calls.
  • klein: Gruppen von unter 8 Personen.
  • mittel: Typische Gruppengrößen zwischen ca. 8 und 40 Personen.
  • groß: Großgruppen über 40 Personen.
  • Tool: Kleine Tools, um bestimmte Aufgaben (Gruppeneinteilung, Meinungsbilder, etc.) in einem Prozess zu bewältigen. Sie dauern in der Regel nur wenige Minuten.
  • Unter 2 Stunden: Kürzere Formate, die im Normalfall in eine typische Veranstaltung integriert werden können.
  • Halber Tag: Formate, die in der Regel zwischen 2 und 4 Stunden benötigen.
  • Eintägig: Größere Formate, die zwischen 4 und 8 Stunden Zeit benötigen und als eigenständige Tagesveranstaltung konzipiert sind.
  • Mehrere Tage: Komplette Prozess-Formate, die aus mehreren Bausteinen bestehen, die oftmals auch mit einem bestimmten zeitlichen Abstand aufeinander folgen sollen.
Ähnlich: Worldcafé
Ein Worldcafé bringt Menschen in einer wenig formalisierten Atmosphäre ins Gespräch - ähnlich wie in der Caféhaus- / Salonkultur.