Kompetenz-Sonne

Die Kompetenz-Sonne bietet auf eine einfache und kreative Art und Weise die Chance, etwas über den Charakter und die Kompetenzen einer anderen Person herauszufinden, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Gruppe zu entdecken und dadurch gemeinsame Partizipationsprozesse zu stärken.

Mit der Kompetenz-Sonne findest du heraus, welche Stärken, Interessen und Kompetenzen in deiner Belegschaft stecken. So kannst du gezielt neue Talente für die Betriebsratsarbeit entdecken und in euer Team einbinden – für eine zukunftsorientierte und kooperative Zusammenarbeit. Indem persönliche Stärken offengelegt und gewürdigt werden, fördert die Methode nicht nur den Teamgeist, sondern zeigt auch, wer sich als potenzieller Kandidatin für den Betriebsrat eignet. Es entsteht eine solide Basis für demokratische Mitbestimmung und engagierte Nachwuchsförderung.

Sinn und Zweck

  • Transparenz: Du siehst, wie jeder Einzelne zum Gesamtbild beiträgt, sodass die Stärken und Interessen offen liegen.
  • Teamgeist: Der gemeinsame Austausch über persönliche Kompetenzen fördert das Zusammengehörigkeitsgefühl und die gegenseitige Wertschätzung.
  • Motivation: Das Hervorheben persönlicher Fähigkeiten steigert das Selbstbewusstsein der Teilnehmenden und zeigt, wie ihre Talente den Betriebsrat bereichern können.
  • Nachwuchsförderung: Potenzielle Kandidatinnen für die Betriebsratsarbeit werden erkennbar, was Dir hilft, engagierte Kolleginnen gezielt anzusprechen und einzubinden.

Ressourcen (Raum, Material u.a.)

  • Raum: Ein Raum, in dem sich Teilnehmende in einer Gruppe aufhalten können – entweder analog (Whiteboard, Flipchart) oder digital (z. B. Miro).
  • Material:
    • Eine vorgezeichnete Sonne (auf einem Whiteboard, Flipchart oder digital), bei der jeder Strahl für eine Person steht.
    • Stifte, Marker und Klebezettel in verschiedenen Farben.
    • Optional: Bastelmaterialien für eine kreative Gestaltung der Sonne.
    • Technik (optional): Digitale Tools wie Miro oder Canva, um die Kompetenz-Sonne online zu visualisieren.

Ablauf

1. Vorbereitung:
  • Zeichne auf ein großes Blatt Papier oder Whiteboard eine große Sonne mit so vielen Strahlen, wie Teilnehmende vorhanden sind.
  • Alternativ: Bereite eine digitale Vorlage (z.  in Miro) vor.
2. Zuteilung der Sonnenstrahlen:
  • Weise jeder Person einen Sonnenstrahl zu.
3. Individuelle Kompetenzsammlung:
  • Jede:r notiert auf Klebezetteln persönliche Eigenschaften wie Kompetenzen, Fähigkeiten, Interessen oder besondere Merkmale (mind. 10).
4. Befestigung der Eigenschaften:
  • Klebe deine Klebezettel auf den dir zugeteilten Sonnenstrahl, sodass deine individuellen Stärken sichtbar werden.
5. Vorstellung und Austausch:
  • Die erste Person stellt ihre gesammelten Eigenschaften vor.
  • Entdeckt jemand ähnliche Eigenschaften bei sich? Dann teilt das direkt mit – Fragen können jederzeit gestellt werden.
6. Zentralisierung gemeinsamer Eigenschaften:
  • Eigenschaften, die alle teilen, werden in der Mitte der Sonne gesammelt.
  • Eigenschaften, die nur einige betreffen, bleiben auf den jeweiligen Strahlen und können mit Namen oder farbigen Punkten markiert werden. So bleibt das individuelle Profil erhalten, und ihr könnt so gezielt erkennen, wer besondere, nicht von allen geteilte Stärken mitbringt.
7. Identifikation potenzieller Talente:
  • Achte darauf, wer über welche Stärken verfügt und in welchen Bereichen sich Potenzial für die Betriebsratsarbeit ergibt.
  • Diskutiere mit der Gruppe: „Welche Kompetenzen sind besonders wichtig für unseren Betriebsrat, und wer bringt sie mit?“
  • Notiere mögliche Kandidat*innen oder Einsatzbereiche, damit sie später gezielt angesprochen werden können.
8. Gemeinsame Namensfindung:
  • Findet für euch als Gruppe einen passenden Namen, der eure gesammelten Kompetenzen widerspiegelt (z.B.  Die Zukunftsgestalter, Die Wegbereiter, Chancenmacher, Miteinander Stark).
  • Optional könnt ihr die Kompetenz-Sonne kreativ gestalten, um das Ergebnis visuell ansprechend zu dokumentieren.

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Aufgaben
Diskussion starten
Kontext
Betriebserschließung
Vertrauensleute
Mitgliederbeteiligung
Mitgliederwerbung
Schwierigkeit
gering
Gruppengröße
klein
mittel
Kanal
analog
digital
Dauer
Tool

Legende

  • Icebreaker: Kurze Formate, die zu Beginn von Veranstaltungen das Klima auflockern und für eine positive Stimmung sorgen. Sie können auch nach Pausen (Warmup/Energizer) eingesetzt werden.
  • Informieren: Zusammenstellung bzw. Vermittlung von Informationen, oft als Grundlage für folgende Beteiligung.
  • Aktivieren: Gewinnung von Beteiligten bzw. Motivation für ein Thema bzw. Anliegen.
  • Diskussion starten: Einstieg in  dialogische Prozesse mit dem Ziel, alle Anwesenden einzubeziehen.
  • Meinungen und Reaktionen: Formate, die möglichst viele Beteiligte dazu motivieren, ihre Sichtweise mit der Gruppe zu teilen.
  • Analysieren: Gemeinsames Verständnis für eine Situation, einen Konflikt oder eine Herausforderung entwickeln.
  • Planen und entwickeln: Formate, die die Erarbeitung gemeinsamer Strategien ermöglichen.
  • Entscheiden: Formate, die Abstimmungen oder Meinungsbilder ermöglichen.
  • Vernetzen: Formate, die Beteiligte miteinander in den aktiven Austausch bringen.
  • Längerfristig zusammenarbeiten: Formate mit dem Ziel, auch nach dem unmittelbaren Austausch gemeinsam Ziele zu realisieren.
  • Konflikte bearbeiten: Formate, die einen wertschätzenden Austausch zu Konfliktthemen ermöglichen.
  • Betriebserschließung: Formate, die sich in der Aktivierung von Beschäftigten in noch nicht erschlossenen Betrieben einsetzen lassen.
  • Betriebsrat: Formate zum Einsatz im bzw. durch den Betriebsrat.
  • Vertrauensleute: Formate zum Einsatz im bzw. durch den Vertrauenskörper.
  • Arbeitgeber: Formate, die Arbeitgeber zur Beteiligung der Belegschaft nutzen können.
  • Mitgliederbeteiligung: Formate zur Beteiligung von Mitgliedern der Gewerkschaft außerhalb von Betrieben.
  • Mitgliederwerbung: Formate, die im Kontext von Werbemaßnahmen hilfreich sein können.
  • Tarifverhandlungen: Formate zur Vorbereitung oder Begleitung von Tarifverhandlungen in der Fläche oder im Betrieb.
  • Krisen in Unternehmen: Formate zur Begleitung von krisenbedingten Verhandlungen in Unternehmen durch Betriebsrat oder Gewerkschaft.
  • gering: Das Format kann von Menschen mit etwas Moderationserfahrung aber ohne spezifische Vorkenntnisse umgesetzt werden.
  • mittel: Die Moderation sollte über einschlägige Erfahrung verfügen bzw sich anhand der Tipps sorgfältig vorbereiten.
  • hoch: Praktische Erfahrung mit diesem Format ist erforderlich, evtl. ist eine externe Moderation zu prüfen.
  • Analog: Formate, die gemeinsam in Präsenz an einem Ort durchgeführt werden.
  • Hybrid: Formate, die auch hybrid möglich sind, bei denen also ein Teil der Mitwirkenden vor Ort ist, ein anderer Teil digital zugeschaltet werden kann.
  • Digital: Formate für den digitalen Raum (z.B. in Online-Foren oder Video-Calls.
  • klein: Gruppen von unter 8 Personen.
  • mittel: Typische Gruppengrößen zwischen ca. 8 und 40 Personen.
  • groß: Großgruppen über 40 Personen.
  • Tool: Kleine Tools, um bestimmte Aufgaben (Gruppeneinteilung, Meinungsbilder, etc.) in einem Prozess zu bewältigen. Sie dauern in der Regel nur wenige Minuten.
  • Unter 2 Stunden: Kürzere Formate, die im Normalfall in eine typische Veranstaltung integriert werden können.
  • Halber Tag: Formate, die in der Regel zwischen 2 und 4 Stunden benötigen.
  • Eintägig: Größere Formate, die zwischen 4 und 8 Stunden Zeit benötigen und als eigenständige Tagesveranstaltung konzipiert sind.
  • Mehrere Tage: Komplette Prozess-Formate, die aus mehreren Bausteinen bestehen, die oftmals auch mit einem bestimmten zeitlichen Abstand aufeinander folgen sollen.