Barometer

Mit dieser Methode lässt sich der Grad der Zustimmung zu einem Vorschlag oder einer Fragestellung in der Gruppe schnell und anschaulich ermitteln. 

Sinn und Zweck

  • Niedrigschwellige Beteiligung: Das Barometer gibt den Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre Zustimmung beziehungsweise Ablehnung zu einem Thema zu äußern, ohne diese begründen zu müssen.  
  • Einfache Visualisierung von Meinungen: Durch das bloße Setzen eines Punktes auf der Linie wird auf eine einfache Weise ein Meinungsbild erzeugt.  
  • Gute Vergleichbarkeit: Da das Barometer so simpel ist, lässt es sich gut mit vergleichbaren Abfragen vergleichen.  

Ressourcen (Raum, Material u.a.)

Raum: 
  • Seminar- oder Gruppenraum mit ausreichend Platz, um sich um das Barometer zu versammeln. 
 Material: 
  • Barometer: Poster, Tafel oder ähnliches mit aufgemalter Linie. 
  • Klebepunkte 

Ablauf

Vorstellung des Themas 
  • Die Moderation begrüßt alle Teilnehmenden und führt kurz ins Thema ein.  
  • Falls Fragen bestehen, werden diese geklärt und die Teilnehmenden bekommen Zeit, sich eine Meinung zu der Frage zu bilden.  
 Bewertung der Diskussionsfrage 
  • Die Moderation zeichnet eine waagerechte Linie auf ein Plakat, die in zehn schritten von 0 bis 10 unterteilt wird.  
  • Anschließend markieren die Teilnehmenden ihre Zustimmung beziehungsweise Ablehnung mit einem Klebepunkt, Pin oder einem Filzstift. 
  • 0 bedeutet völlige Ablehnung, 10 bedeutet uneingeschränkte Zustimmung.  

Tipps und Stolperfallen

  • Die Methode lässt sich auch im Raum anwenden. Zwei Stühle oder zwei gegenüberliegende Wände werden dabei als 0 und 10 festgelegt, die Teilnehmenden positionieren sich selbst je nach Grad der Zustimmung. Besonders, wenn nacheinander mehrere Themen abgefragt werden, wirkt dieses Format sehr belebend.
  • Die Methode kann auch rahmend in einem ganz- oder mehrtägigen Format verwendet werden, z.B. zu Beginn und am Ende, um persönliche und gruppenbezogene Entwicklungen sichtbar zu machen.

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Aufgaben
Meinungen und Reaktionen
Entscheiden
Kontext
Betriebserschließung
Vertrauensleute
Arbeitgeber
Mitgliederbeteiligung
Schwierigkeit
gering
Gruppengröße
mittel
Kanal
analog
Dauer
Tool

Legende

  • Icebreaker: Kurze Formate, die zu Beginn von Veranstaltungen das Klima auflockern und für eine positive Stimmung sorgen. Sie können auch nach Pausen (Warmup/Energizer) eingesetzt werden.
  • Informieren: Zusammenstellung bzw. Vermittlung von Informationen, oft als Grundlage für folgende Beteiligung.
  • Aktivieren: Gewinnung von Beteiligten bzw. Motivation für ein Thema bzw. Anliegen.
  • Diskussion starten: Einstieg in  dialogische Prozesse mit dem Ziel, alle Anwesenden einzubeziehen.
  • Meinungen und Reaktionen: Formate, die möglichst viele Beteiligte dazu motivieren, ihre Sichtweise mit der Gruppe zu teilen.
  • Analysieren: Gemeinsames Verständnis für eine Situation, einen Konflikt oder eine Herausforderung entwickeln.
  • Planen und entwickeln: Formate, die die Erarbeitung gemeinsamer Strategien ermöglichen.
  • Entscheiden: Formate, die Abstimmungen oder Meinungsbilder ermöglichen.
  • Vernetzen: Formate, die Beteiligte miteinander in den aktiven Austausch bringen.
  • Längerfristig zusammenarbeiten: Formate mit dem Ziel, auch nach dem unmittelbaren Austausch gemeinsam Ziele zu realisieren.
  • Konflikte bearbeiten: Formate, die einen wertschätzenden Austausch zu Konfliktthemen ermöglichen.
  • Betriebserschließung: Formate, die sich in der Aktivierung von Beschäftigten in noch nicht erschlossenen Betrieben einsetzen lassen.
  • Betriebsrat: Formate zum Einsatz im bzw. durch den Betriebsrat.
  • Vertrauensleute: Formate zum Einsatz im bzw. durch den Vertrauenskörper.
  • Arbeitgeber: Formate, die Arbeitgeber zur Beteiligung der Belegschaft nutzen können.
  • Mitgliederbeteiligung: Formate zur Beteiligung von Mitgliedern der Gewerkschaft außerhalb von Betrieben.
  • Mitgliederwerbung: Formate, die im Kontext von Werbemaßnahmen hilfreich sein können.
  • Tarifverhandlungen: Formate zur Vorbereitung oder Begleitung von Tarifverhandlungen in der Fläche oder im Betrieb.
  • Krisen in Unternehmen: Formate zur Begleitung von krisenbedingten Verhandlungen in Unternehmen durch Betriebsrat oder Gewerkschaft.
  • gering: Das Format kann von Menschen mit etwas Moderationserfahrung aber ohne spezifische Vorkenntnisse umgesetzt werden.
  • mittel: Die Moderation sollte über einschlägige Erfahrung verfügen bzw sich anhand der Tipps sorgfältig vorbereiten.
  • hoch: Praktische Erfahrung mit diesem Format ist erforderlich, evtl. ist eine externe Moderation zu prüfen.
  • Analog: Formate, die gemeinsam in Präsenz an einem Ort durchgeführt werden.
  • Hybrid: Formate, die auch hybrid möglich sind, bei denen also ein Teil der Mitwirkenden vor Ort ist, ein anderer Teil digital zugeschaltet werden kann.
  • Digital: Formate für den digitalen Raum (z.B. in Online-Foren oder Video-Calls.
  • klein: Gruppen von unter 8 Personen.
  • mittel: Typische Gruppengrößen zwischen ca. 8 und 40 Personen.
  • groß: Großgruppen über 40 Personen.
  • Tool: Kleine Tools, um bestimmte Aufgaben (Gruppeneinteilung, Meinungsbilder, etc.) in einem Prozess zu bewältigen. Sie dauern in der Regel nur wenige Minuten.
  • Unter 2 Stunden: Kürzere Formate, die im Normalfall in eine typische Veranstaltung integriert werden können.
  • Halber Tag: Formate, die in der Regel zwischen 2 und 4 Stunden benötigen.
  • Eintägig: Größere Formate, die zwischen 4 und 8 Stunden Zeit benötigen und als eigenständige Tagesveranstaltung konzipiert sind.
  • Mehrere Tage: Komplette Prozess-Formate, die aus mehreren Bausteinen bestehen, die oftmals auch mit einem bestimmten zeitlichen Abstand aufeinander folgen sollen.
Ähnlich: Pulsometer
Gerade bei komplexen und konfliktreichen Themen ist für einen gelingenden Austausch nicht nur die Meinung der Einzelnen wichtig, sondern auch die Frage, wie wichtig das Themen für die Einzelnen ist, wie viel „Puls“ das Thema also bei ihnen auslöst.
Ähnlich: Entscheidungstorte
Diese kreative Methode macht sichtbar, welche Aspekte eines Themas den einzelnen Teilnehmenden besonders wichtig sind.