Black Box

Die Methode Black Box dient dazu, komplexe Probleme zu strukturieren und verständlicher zu machen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die detaillierte Analyse innerer Abläufe eines Systems, sondern die Betrachtung dessen, wie das System, die Black Box, mit der Außenwelt interagiert. Der Fokus richtet sich ausschließlich auf das, was in das System hineingeht (Input) und was es verlässt (Output). Auf diese Weise hilft die Methode, zentrale Einflussfaktoren zu erkennen, ohne sich in Details zu verlieren – ein Ansatz, der besonders in frühen Phasen der Problemanalyse hilfreich ist. 

Sinn und Zweck

  • Problemanalyse: Die Black-Box-Methode kann vor allem zur Analyse von Ist-Zuständen dienen und reduziert komplexe Sachverhalte auf klare In- und Output-Größen. Ausgehend davon lassen Überlegungen zur Weiterentwicklung oder Veränderung von Systemen anstellen.  

Ressourcen (Raum, Material u.a.)

Raum:  
  • Raum der Platz für alle Teilnehmenden hat und die Möglichkeit für Gruppendiskussionen bietet. 

 

Material: 
  • Flipchart, Tafel oder digitale Tools für die Sammlung der Ein- und Ausgangsströme, sowie eine Skizze der Methode 
  • Papier und Stift, mit denen die Teilnehmenden Ideen notieren können 

Ablauf

1. Definition der „Black Box“ 
  • Die Moderation definiert die Situation oder das Problem als „Black Box“. 
  • Das zu betrachtende Problem befindet sich in der „Black Box“, ist also nicht „ersichtlich“. 
  • Es werden nur die Eingangs- und Ausgangsströme betrachtet. Wie die „Black Box“ arbeitet, ist also nicht relevant. Es geht vielmehr um den Ausgangspunkt und das Endprodukt.  
2. Sammlung der Eingangs- und Ausgangsströme 
  • Im Plenum sammelt die Gruppe alle Input- und Output-Ströme. 
  • Diese Ströme können Kommunikation, Information, Auskünfte und Wünsche von Systemen oder Menschen sein. 
 3. Diskussionsphase 
  • Zunächst wird diskutiert, welche Output-Ströme gewünscht sind und welche gegebenenfalls verändert werden sollen.  
  • Danach werden alle Input-Ströme dahingehend untersucht, welche Wirkung eine Veränderung auf den Output auslösen würde. Dabei werden sowohl positive als auch negative Änderungen berücksichtigt.  
  • Anschließend wird ermittelt, welche Input-Ströme durch Handeln der Beteiligten wie verändert werden können.  
  • Müssen Input-Ströme verändert werden, die nicht in der unmittelbaren Gestaltungsmacht der Beteiligten liegen, können (ggf. mit weiteren Tools) Strategien entwickelt werden, um die jeweils Gestaltungsmächtigen entsprechend zu beeinflussen.  

 

 

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Aufgaben
Analysieren
Planen und entwickeln
Konflikte bearbeiten
Kontext
Betriebserschließung
Betriebsrat
Vertrauensleute
Arbeitgeber
Mitgliederbeteiligung
Krisen in Unternehmen
Schwierigkeit
mittel
Gruppengröße
klein
mittel
Kanal
analog
digital
hybrid
Dauer
Unter 2 Stunden

Legende

  • Icebreaker: Kurze Formate, die zu Beginn von Veranstaltungen das Klima auflockern und für eine positive Stimmung sorgen. Sie können auch nach Pausen (Warmup/Energizer) eingesetzt werden.
  • Informieren: Zusammenstellung bzw. Vermittlung von Informationen, oft als Grundlage für folgende Beteiligung.
  • Aktivieren: Gewinnung von Beteiligten bzw. Motivation für ein Thema bzw. Anliegen.
  • Diskussion starten: Einstieg in  dialogische Prozesse mit dem Ziel, alle Anwesenden einzubeziehen.
  • Meinungen und Reaktionen: Formate, die möglichst viele Beteiligte dazu motivieren, ihre Sichtweise mit der Gruppe zu teilen.
  • Analysieren: Gemeinsames Verständnis für eine Situation, einen Konflikt oder eine Herausforderung entwickeln.
  • Planen und entwickeln: Formate, die die Erarbeitung gemeinsamer Strategien ermöglichen.
  • Entscheiden: Formate, die Abstimmungen oder Meinungsbilder ermöglichen.
  • Vernetzen: Formate, die Beteiligte miteinander in den aktiven Austausch bringen.
  • Längerfristig zusammenarbeiten: Formate mit dem Ziel, auch nach dem unmittelbaren Austausch gemeinsam Ziele zu realisieren.
  • Konflikte bearbeiten: Formate, die einen wertschätzenden Austausch zu Konfliktthemen ermöglichen.
  • Betriebserschließung: Formate, die sich in der Aktivierung von Beschäftigten in noch nicht erschlossenen Betrieben einsetzen lassen.
  • Betriebsrat: Formate zum Einsatz im bzw. durch den Betriebsrat.
  • Vertrauensleute: Formate zum Einsatz im bzw. durch den Vertrauenskörper.
  • Arbeitgeber: Formate, die Arbeitgeber zur Beteiligung der Belegschaft nutzen können.
  • Mitgliederbeteiligung: Formate zur Beteiligung von Mitgliedern der Gewerkschaft außerhalb von Betrieben.
  • Mitgliederwerbung: Formate, die im Kontext von Werbemaßnahmen hilfreich sein können.
  • Tarifverhandlungen: Formate zur Vorbereitung oder Begleitung von Tarifverhandlungen in der Fläche oder im Betrieb.
  • Krisen in Unternehmen: Formate zur Begleitung von krisenbedingten Verhandlungen in Unternehmen durch Betriebsrat oder Gewerkschaft.
  • gering: Das Format kann von Menschen mit etwas Moderationserfahrung aber ohne spezifische Vorkenntnisse umgesetzt werden.
  • mittel: Die Moderation sollte über einschlägige Erfahrung verfügen bzw sich anhand der Tipps sorgfältig vorbereiten.
  • hoch: Praktische Erfahrung mit diesem Format ist erforderlich, evtl. ist eine externe Moderation zu prüfen.
  • Analog: Formate, die gemeinsam in Präsenz an einem Ort durchgeführt werden.
  • Hybrid: Formate, die auch hybrid möglich sind, bei denen also ein Teil der Mitwirkenden vor Ort ist, ein anderer Teil digital zugeschaltet werden kann.
  • Digital: Formate für den digitalen Raum (z.B. in Online-Foren oder Video-Calls.
  • klein: Gruppen von unter 8 Personen.
  • mittel: Typische Gruppengrößen zwischen ca. 8 und 40 Personen.
  • groß: Großgruppen über 40 Personen.
  • Tool: Kleine Tools, um bestimmte Aufgaben (Gruppeneinteilung, Meinungsbilder, etc.) in einem Prozess zu bewältigen. Sie dauern in der Regel nur wenige Minuten.
  • Unter 2 Stunden: Kürzere Formate, die im Normalfall in eine typische Veranstaltung integriert werden können.
  • Halber Tag: Formate, die in der Regel zwischen 2 und 4 Stunden benötigen.
  • Eintägig: Größere Formate, die zwischen 4 und 8 Stunden Zeit benötigen und als eigenständige Tagesveranstaltung konzipiert sind.
  • Mehrere Tage: Komplette Prozess-Formate, die aus mehreren Bausteinen bestehen, die oftmals auch mit einem bestimmten zeitlichen Abstand aufeinander folgen sollen.
Ähnlich: Ishikawa-Workshop
Die Fischgräten- oder Ishikawa-Methode bietet eine strukturierte Möglichkeit, Ursachen eines Problems visuell zu erfassen und systematisch darzustellen.