Crazy 8

Diese kurzweilige Brainstorming-Methode unterstützt die Ideenfindung, um schnell viele Ideen zu generieren und daran alle Anwesenden zu beteiligen. 

Sinn und Zweck

  • Quantität vor Qualität: In dieser frühen Prozessphase geht es darum, möglichst viele Impulse zu sammeln und Ideen zu notieren, ohne diese sofort zu bewerten. 
  • Kreative Blockaden lösen: Durch den Zeitdruck wird das rationale Denken umgangen und spontane, freie Gedanken werden gefördert. 
  • Spontanität fördern: Teilnehmende werden dazu ermutigt, auch verrückte oder halbfertige Gedanken schnell zu Papier zu bringen. 

Ressourcen (Raum, Material u.a.)

Raum:  
  • Stuhlkreis, Gruppentische oder Sitzecke (je nach Gruppengröße), sodass alle sich gegenseitig sehen und in den Austausch treten können. 
 Material: 
  • Stifte und Papier mit acht Kästchen
  • (Stopp-)Uhr  

Ablauf

1. Vorbereitung
  • Jede*r Teilnehmende erhält ein Blatt mit acht gleich großen Kästchen.
  • Die Moderation stellt das Thema oder die Fragestellung vor.
  • Die Uhr wird auf 8 Minuten gestellt – dann beginnt die Ideengenerierung.
2. Ideensammlung
  • Ziel ist es, in acht Minuten acht unterschiedliche Ideen zu notieren – eine pro Kästchen.
  • Form und Stil sind frei: Stichpunkte, Begriffe oder kleine Skizzen sind erlaubt.
  • Es geht um Schnelligkeit, nicht um Perfektion!
3. Austausch und Diskussion
  • Nach Ablauf der Zeit werden die Ideen im Plenum oder in Kleingruppen vorgestellt.
  • Besonders interessante Ansätze können vertieft oder weiterentwickelt werden.
  • Eine Moderation kann helfen, Ideen zu strukturieren oder gemeinsam weiterzudenken.

Tipps und Stolperfallen

Wenn die Gruppe relativ groß ist, kann es besser sein, sich auf drei Ideen zu beschränken und die Bedenkzeit auf sechs Minuten zu verlängern, um detailliertere Ideen zu erhalten. 

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Aufgaben
Diskussion starten
Kontext
Betriebserschließung
Betriebsrat
Vertrauensleute
Arbeitgeber
Mitgliederbeteiligung
Tarifverhandlungen
Krisen in Unternehmen
Schwierigkeit
gering
Gruppengröße
mittel
groß
Kanal
analog
Dauer
Tool

Legende

  • Icebreaker: Kurze Formate, die zu Beginn von Veranstaltungen das Klima auflockern und für eine positive Stimmung sorgen. Sie können auch nach Pausen (Warmup/Energizer) eingesetzt werden.
  • Informieren: Zusammenstellung bzw. Vermittlung von Informationen, oft als Grundlage für folgende Beteiligung.
  • Aktivieren: Gewinnung von Beteiligten bzw. Motivation für ein Thema bzw. Anliegen.
  • Diskussion starten: Einstieg in  dialogische Prozesse mit dem Ziel, alle Anwesenden einzubeziehen.
  • Meinungen und Reaktionen: Formate, die möglichst viele Beteiligte dazu motivieren, ihre Sichtweise mit der Gruppe zu teilen.
  • Analysieren: Gemeinsames Verständnis für eine Situation, einen Konflikt oder eine Herausforderung entwickeln.
  • Planen und entwickeln: Formate, die die Erarbeitung gemeinsamer Strategien ermöglichen.
  • Entscheiden: Formate, die Abstimmungen oder Meinungsbilder ermöglichen.
  • Vernetzen: Formate, die Beteiligte miteinander in den aktiven Austausch bringen.
  • Längerfristig zusammenarbeiten: Formate mit dem Ziel, auch nach dem unmittelbaren Austausch gemeinsam Ziele zu realisieren.
  • Konflikte bearbeiten: Formate, die einen wertschätzenden Austausch zu Konfliktthemen ermöglichen.
  • Betriebserschließung: Formate, die sich in der Aktivierung von Beschäftigten in noch nicht erschlossenen Betrieben einsetzen lassen.
  • Betriebsrat: Formate zum Einsatz im bzw. durch den Betriebsrat.
  • Vertrauensleute: Formate zum Einsatz im bzw. durch den Vertrauenskörper.
  • Arbeitgeber: Formate, die Arbeitgeber zur Beteiligung der Belegschaft nutzen können.
  • Mitgliederbeteiligung: Formate zur Beteiligung von Mitgliedern der Gewerkschaft außerhalb von Betrieben.
  • Mitgliederwerbung: Formate, die im Kontext von Werbemaßnahmen hilfreich sein können.
  • Tarifverhandlungen: Formate zur Vorbereitung oder Begleitung von Tarifverhandlungen in der Fläche oder im Betrieb.
  • Krisen in Unternehmen: Formate zur Begleitung von krisenbedingten Verhandlungen in Unternehmen durch Betriebsrat oder Gewerkschaft.
  • gering: Das Format kann von Menschen mit etwas Moderationserfahrung aber ohne spezifische Vorkenntnisse umgesetzt werden.
  • mittel: Die Moderation sollte über einschlägige Erfahrung verfügen bzw sich anhand der Tipps sorgfältig vorbereiten.
  • hoch: Praktische Erfahrung mit diesem Format ist erforderlich, evtl. ist eine externe Moderation zu prüfen.
  • Analog: Formate, die gemeinsam in Präsenz an einem Ort durchgeführt werden.
  • Hybrid: Formate, die auch hybrid möglich sind, bei denen also ein Teil der Mitwirkenden vor Ort ist, ein anderer Teil digital zugeschaltet werden kann.
  • Digital: Formate für den digitalen Raum (z.B. in Online-Foren oder Video-Calls.
  • klein: Gruppen von unter 8 Personen.
  • mittel: Typische Gruppengrößen zwischen ca. 8 und 40 Personen.
  • groß: Großgruppen über 40 Personen.
  • Tool: Kleine Tools, um bestimmte Aufgaben (Gruppeneinteilung, Meinungsbilder, etc.) in einem Prozess zu bewältigen. Sie dauern in der Regel nur wenige Minuten.
  • Unter 2 Stunden: Kürzere Formate, die im Normalfall in eine typische Veranstaltung integriert werden können.
  • Halber Tag: Formate, die in der Regel zwischen 2 und 4 Stunden benötigen.
  • Eintägig: Größere Formate, die zwischen 4 und 8 Stunden Zeit benötigen und als eigenständige Tagesveranstaltung konzipiert sind.
  • Mehrere Tage: Komplette Prozess-Formate, die aus mehreren Bausteinen bestehen, die oftmals auch mit einem bestimmten zeitlichen Abstand aufeinander folgen sollen.
Ähnlich: Ideen erben
Diese Methode hilft, ein Problem auf kleinere Bestandteile zu reduzieren und dazu Ideen unter Partizipation aller Teilnehmenden zu entwickeln.