Fluffige Fragen

Gerade zu Beginn von Prozessen und Meetings ist es wichtig, die Stimmung zu lockern und sich zugleich etwas näher kennenzulernen. Eine gute Möglichkeit dazu sind entsprechende "fluffige Fragen". 

Sinn und Zweck

  • Icebreaker: Ein paar fluffige Fragen zu Beginn eines Seminars oder eines Workshops helfen dabei, einen guten Einstieg zu ermöglichen, die Stimmung der Teilnehmenden zu lockern und angenehme, offene Atmosphäre zu schaffen. 

Ressourcen (Raum, Material u.a.)

Raum: 
  •  Seminarraum  
 Material:  
  • Moderationskarten 
  • Stifte 

Ablauf

1. Fragen sammeln durch die Moderation
  • Bereits vor der Veranstaltung formuliert die Moderation einige Fragen.
  • Die Fragen sollen weder komplex noch tiefgründig sein, sondern leicht und gerne auch lustig beantwortbar, fluffig also. Hier einige Beispiele:
    • Haben Sie schon einmal einen Promi getroffen? Wenn ja, wie kam das Treffen zustande?
    • Haben Sie ein heimliches Laster?
    • Welchen Hintergrund haben Sie gerade auf Ihrem PC/Handy? Warum haben Sie sich dafür entschieden?
    • Hatten Sie schon einmal eine richtig schlechte Frisur?
    • Wenn Sie Ihrem Auto einen Namen geben müssten, wie würden Sie es nennen?
    • Welcher ist Ihr bester Klopf-Klopf-Witz?
    • Wenn Sie der oder die Moderator*in einer Talkshow wären, welche Show würden Sie am liebsten moderieren?
    • Was war Ihr bestes und welches Ihr schlechtestes Halloween-Kostüm?
    • Wie würde der Titel Ihrer Autobiografie lauten?
    • Wenn Sie ein Wort in ein Wörterbuch aufnehmen könnten, welches wäre es und was wäre seine Bedeutung?
    • Wenn Sie einen Modetrend oder ein altes Slang-Wort zurückbringen könnten, welches wäre es?
    • Wenn Sie bis zu Ihrem Lebensende wie ein Cartoon-Charakter reden müssten, für welchen würden Sie sich entscheiden? Zeigen Sie, wie gut Sie ihn imitieren können.
    • Was war der schlechteste Ratschlag, den Sie je erhalten haben?
    • Wenn Sie einen Wachsmalstift essen müssten, für welche Lieblingsfarbe würden Sie sich entscheiden?
    • Welches Buch lesen Sie gerade? Haben Sie ein Lieblingsbuch?
    • Haben Sie eine Lieblingsserie?
    • Haben Sie ein Lieblingslied?
    • Welches Buch oder Objekt würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?
    • Wenn Sie mit einer historischen Persönlichkeit zu Abend essen könnten, wer wäre es? Mit welcher lebenden Berühmtheit würden Sie gerne essen gehen wollen?
    • Was war das schönste Geschenk, das Sie jemals bekommen haben? Und das Schönste, das Sie jemals verschenkt haben?
    • Was wollten Sie werden, als Sie klein waren?
    • Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, was würden Sie sich wünschen?
    • Was würden Sie als Erstes tun, wenn Sie eine Million Euro gewinnen würden?
    • Wenn Sie eine Stunde mehr am Tag hätten, was würden Sie damit anfangen?
    • Sind Sie eher ein Hunde- oder Katzenmensch oder beides?
    • Welche Gameshow könnten Sie gewinnen?
    • Wenn Sie nur ein Emoji für den Rest Ihres Lebens benutzen könnten, welches wäre es?
    • Haben Sie ein Lieblings-Filmzitat?
    • Was ist Ihrer Meinung nach völlig überbewertet?
    • Wenn Sie der*dem CEO ein Emoji schicken müssten, welches wäre es?
2. Fragen beantworten als Icebreaker
  • Anschließend führt die Moderation die Veranstaltung ein und stellt ihre Fragen.
  • Die Teilnehmenden können ihre Antworten auf Moderationskarten (analog) oder in den Chat (Videokonferenzen) schreiben.
  • Alternativ können sie ihre Antworten auch mit den Sitznachbarn besprechen.

Tipps und Stolperfallen

Übertreiben Sie nicht. 5-6 Fragen reichen für ein Warm-up völlig aus. Dafür können Sie es ggf. nach einer Mittagspause o.ä. noch einmal mit neuen Fragen wiederholen.

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Aufgaben
Icebreaker
Aktivieren
Kontext
Betriebserschließung
Arbeitgeber
Mitgliederbeteiligung
Schwierigkeit
gering
Gruppengröße
klein
mittel
Kanal
analog
digital
hybrid
Dauer
Tool

Legende

  • Icebreaker: Kurze Formate, die zu Beginn von Veranstaltungen das Klima auflockern und für eine positive Stimmung sorgen. Sie können auch nach Pausen (Warmup/Energizer) eingesetzt werden.
  • Informieren: Zusammenstellung bzw. Vermittlung von Informationen, oft als Grundlage für folgende Beteiligung.
  • Aktivieren: Gewinnung von Beteiligten bzw. Motivation für ein Thema bzw. Anliegen.
  • Diskussion starten: Einstieg in  dialogische Prozesse mit dem Ziel, alle Anwesenden einzubeziehen.
  • Meinungen und Reaktionen: Formate, die möglichst viele Beteiligte dazu motivieren, ihre Sichtweise mit der Gruppe zu teilen.
  • Analysieren: Gemeinsames Verständnis für eine Situation, einen Konflikt oder eine Herausforderung entwickeln.
  • Planen und entwickeln: Formate, die die Erarbeitung gemeinsamer Strategien ermöglichen.
  • Entscheiden: Formate, die Abstimmungen oder Meinungsbilder ermöglichen.
  • Vernetzen: Formate, die Beteiligte miteinander in den aktiven Austausch bringen.
  • Längerfristig zusammenarbeiten: Formate mit dem Ziel, auch nach dem unmittelbaren Austausch gemeinsam Ziele zu realisieren.
  • Konflikte bearbeiten: Formate, die einen wertschätzenden Austausch zu Konfliktthemen ermöglichen.
  • Betriebserschließung: Formate, die sich in der Aktivierung von Beschäftigten in noch nicht erschlossenen Betrieben einsetzen lassen.
  • Betriebsrat: Formate zum Einsatz im bzw. durch den Betriebsrat.
  • Vertrauensleute: Formate zum Einsatz im bzw. durch den Vertrauenskörper.
  • Arbeitgeber: Formate, die Arbeitgeber zur Beteiligung der Belegschaft nutzen können.
  • Mitgliederbeteiligung: Formate zur Beteiligung von Mitgliedern der Gewerkschaft außerhalb von Betrieben.
  • Mitgliederwerbung: Formate, die im Kontext von Werbemaßnahmen hilfreich sein können.
  • Tarifverhandlungen: Formate zur Vorbereitung oder Begleitung von Tarifverhandlungen in der Fläche oder im Betrieb.
  • Krisen in Unternehmen: Formate zur Begleitung von krisenbedingten Verhandlungen in Unternehmen durch Betriebsrat oder Gewerkschaft.
  • gering: Das Format kann von Menschen mit etwas Moderationserfahrung aber ohne spezifische Vorkenntnisse umgesetzt werden.
  • mittel: Die Moderation sollte über einschlägige Erfahrung verfügen bzw sich anhand der Tipps sorgfältig vorbereiten.
  • hoch: Praktische Erfahrung mit diesem Format ist erforderlich, evtl. ist eine externe Moderation zu prüfen.
  • Analog: Formate, die gemeinsam in Präsenz an einem Ort durchgeführt werden.
  • Hybrid: Formate, die auch hybrid möglich sind, bei denen also ein Teil der Mitwirkenden vor Ort ist, ein anderer Teil digital zugeschaltet werden kann.
  • Digital: Formate für den digitalen Raum (z.B. in Online-Foren oder Video-Calls.
  • klein: Gruppen von unter 8 Personen.
  • mittel: Typische Gruppengrößen zwischen ca. 8 und 40 Personen.
  • groß: Großgruppen über 40 Personen.
  • Tool: Kleine Tools, um bestimmte Aufgaben (Gruppeneinteilung, Meinungsbilder, etc.) in einem Prozess zu bewältigen. Sie dauern in der Regel nur wenige Minuten.
  • Unter 2 Stunden: Kürzere Formate, die im Normalfall in eine typische Veranstaltung integriert werden können.
  • Halber Tag: Formate, die in der Regel zwischen 2 und 4 Stunden benötigen.
  • Eintägig: Größere Formate, die zwischen 4 und 8 Stunden Zeit benötigen und als eigenständige Tagesveranstaltung konzipiert sind.
  • Mehrere Tage: Komplette Prozess-Formate, die aus mehreren Bausteinen bestehen, die oftmals auch mit einem bestimmten zeitlichen Abstand aufeinander folgen sollen.
Ähnlich: Standup
Diese Methode arbeitet mit kurzen Aufstellungsimpulsen, die dann in einer intensiveren Auseinandersetzung mit Zugehörigkeit münden.