Gib deinen Senf dazu!

Kochen und Essen schaffen einen ungezwungenen Rahmen für Begegnung, Austausch und Beteiligung. In diesem Format kommen Kolleg*innen und externe Gäste zusammen, um sich auf Augenhöhe auszutauschen, Ideen zu teilen und gemeinsam eine offene, inklusive Arbeitskultur zu gestalten. Diese Treffen können auch regelmäßig stattfinden. 

Sinn und Zweck

  • Begegnungen auf Augenhöhe ermöglichen: Beim gemeinsamen Kochen verschwimmen berufliche Rollen und Statusunterschiede. Durch die gemeinsame, sehr alltägliche Aktivität werden Hierarchien abgebaut, denn niemand hat hier das Monopol auf besonders gutes Kochen. Alle bringen sich gleichermaßen ein. So entsteht eine offene, gleichberechtigte Gesprächsatmosphäre.  
  • Impulse für neue Ideen: In dieser Umgebung können Ideen ungezwungen ausgesprochen werden. Unterschiedliche Perspektiven treffen aufeinander, es entstehen Anregungen für neue Projekte, Kooperationen oder Verbesserungen im Arbeitsalltag. Im Idealfall wird ein konkretes Anliegen identifiziert, das weiterverfolgt werden kann. 

Ressourcen (Raum, Material u.a.)

Raum: 
  • Eine Küche mit ausreichend Platz zum Kochen für ca. 8-15 Personen 
  • Alternativ: eine mobile Küche, Kochinsel oder improvisierter Kochbereich in einer größeren Gemeinschaftsfläche 
  • Gemeinsamer Essbereich mit ausreichend Sitzmöglichkeit 
 Material: 
  • Küchenutensilien, Geschirr, Gläser etc. 
  • Lebensmittel gemäß ausgewähltem Rezept 

Ablauf

1. Vorbereitung
  • Die Organisation lädt interne Kolleg*innen sowie externe Gäste ein (z. B. Politiker*innen, Medienmachende, Wirtschaftswissenschaftler*innen, Unternehmer*innen)
  • Ein ausgewählter Gast schlägt ein persönliches Lieblingsgericht vor.
  • Die Organisation kümmert sich um den Einkauf der Zutaten und bereitet den Raum vor.
2. Gemeinsames Kochen
  • Alle Teilnehmenden treffen sich in der Küche und beginnen gemeinsam mit dem Kochen.
  • Dabei sitzen sie zunächst zusammen an einem Tisch und schneiden Zutaten, dabei lassen sich ganz natürlich die ersten Gespräche führen und die Teilnehmenden können sich kennenlernen.
  • Es kann hilfreich sein, einzelne Rollen oder Aufgaben zu verteilen, damit alle eingebunden sind.
3. Gemeinsames Essen & Gespräch
  • Beim Essen an einem großen Esstisch kann dann weiter diskutiert werden,
  • Um das Eis zu brechen, empfiehlt es sich, als Organisation ein paar einfache Fragen vorzubereiten, sowohl an die Gäste als auch an die Kolleg*innen.
  • Im besten Fall entsteht ein konkretes Thema oder Anliegen, das in weiteren Treffen vertieft werden kann.

Tipps und Stolperfallen

  • Es sollte eine verantwortliche Person geben, die das Treffen moderiert, die Rollen beim Kochen verteilt und den Ablauf im Blick behält, ohne zu sehr zu steuern.  
  • Allergien und Essgewohnheiten sollten vorher abgefragt werden. Das sorgt für Inklusion und beugt unangenehme Situationen vor.  
  • Nachhaltigkeit bedenken – regionale, saisonale und vegane Rezepte sind oft unkompliziert, günstig und fördern den Umweltgedanken. 

 

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Aufgaben
Aktivieren
Diskussion starten
Vernetzen
Kontext
Betriebserschließung
Vertrauensleute
Mitgliederbeteiligung
Schwierigkeit
gering
Gruppengröße
mittel
Kanal
analog
Dauer
Unter 2 Stunden

Legende

  • Icebreaker: Kurze Formate, die zu Beginn von Veranstaltungen das Klima auflockern und für eine positive Stimmung sorgen. Sie können auch nach Pausen (Warmup/Energizer) eingesetzt werden.
  • Informieren: Zusammenstellung bzw. Vermittlung von Informationen, oft als Grundlage für folgende Beteiligung.
  • Aktivieren: Gewinnung von Beteiligten bzw. Motivation für ein Thema bzw. Anliegen.
  • Diskussion starten: Einstieg in  dialogische Prozesse mit dem Ziel, alle Anwesenden einzubeziehen.
  • Meinungen und Reaktionen: Formate, die möglichst viele Beteiligte dazu motivieren, ihre Sichtweise mit der Gruppe zu teilen.
  • Analysieren: Gemeinsames Verständnis für eine Situation, einen Konflikt oder eine Herausforderung entwickeln.
  • Planen und entwickeln: Formate, die die Erarbeitung gemeinsamer Strategien ermöglichen.
  • Entscheiden: Formate, die Abstimmungen oder Meinungsbilder ermöglichen.
  • Vernetzen: Formate, die Beteiligte miteinander in den aktiven Austausch bringen.
  • Längerfristig zusammenarbeiten: Formate mit dem Ziel, auch nach dem unmittelbaren Austausch gemeinsam Ziele zu realisieren.
  • Konflikte bearbeiten: Formate, die einen wertschätzenden Austausch zu Konfliktthemen ermöglichen.
  • Betriebserschließung: Formate, die sich in der Aktivierung von Beschäftigten in noch nicht erschlossenen Betrieben einsetzen lassen.
  • Betriebsrat: Formate zum Einsatz im bzw. durch den Betriebsrat.
  • Vertrauensleute: Formate zum Einsatz im bzw. durch den Vertrauenskörper.
  • Arbeitgeber: Formate, die Arbeitgeber zur Beteiligung der Belegschaft nutzen können.
  • Mitgliederbeteiligung: Formate zur Beteiligung von Mitgliedern der Gewerkschaft außerhalb von Betrieben.
  • Mitgliederwerbung: Formate, die im Kontext von Werbemaßnahmen hilfreich sein können.
  • Tarifverhandlungen: Formate zur Vorbereitung oder Begleitung von Tarifverhandlungen in der Fläche oder im Betrieb.
  • Krisen in Unternehmen: Formate zur Begleitung von krisenbedingten Verhandlungen in Unternehmen durch Betriebsrat oder Gewerkschaft.
  • gering: Das Format kann von Menschen mit etwas Moderationserfahrung aber ohne spezifische Vorkenntnisse umgesetzt werden.
  • mittel: Die Moderation sollte über einschlägige Erfahrung verfügen bzw sich anhand der Tipps sorgfältig vorbereiten.
  • hoch: Praktische Erfahrung mit diesem Format ist erforderlich, evtl. ist eine externe Moderation zu prüfen.
  • Analog: Formate, die gemeinsam in Präsenz an einem Ort durchgeführt werden.
  • Hybrid: Formate, die auch hybrid möglich sind, bei denen also ein Teil der Mitwirkenden vor Ort ist, ein anderer Teil digital zugeschaltet werden kann.
  • Digital: Formate für den digitalen Raum (z.B. in Online-Foren oder Video-Calls.
  • klein: Gruppen von unter 8 Personen.
  • mittel: Typische Gruppengrößen zwischen ca. 8 und 40 Personen.
  • groß: Großgruppen über 40 Personen.
  • Tool: Kleine Tools, um bestimmte Aufgaben (Gruppeneinteilung, Meinungsbilder, etc.) in einem Prozess zu bewältigen. Sie dauern in der Regel nur wenige Minuten.
  • Unter 2 Stunden: Kürzere Formate, die im Normalfall in eine typische Veranstaltung integriert werden können.
  • Halber Tag: Formate, die in der Regel zwischen 2 und 4 Stunden benötigen.
  • Eintägig: Größere Formate, die zwischen 4 und 8 Stunden Zeit benötigen und als eigenständige Tagesveranstaltung konzipiert sind.
  • Mehrere Tage: Komplette Prozess-Formate, die aus mehreren Bausteinen bestehen, die oftmals auch mit einem bestimmten zeitlichen Abstand aufeinander folgen sollen.
Ähnlich: Pizza & Plaudern
Dieses Veranstaltungsformat bringt junge Kolleg*innen in lockerer Atmosphäre mit Entscheidungsträger*innen (z. B. Geschäftsführung, Abteilungsleiter*innen) ins Gespräch.