Standup

Die Standup-Methode ist eine einfache Beteiligungsmethode, die mit kurzen, aktivierenden Aufstellungsimpulsen arbeitet. Durch gezielte Fragen oder Aussagen lädt die Methode dazu ein, Gemeinsamkeiten und Unterschiede innerhalb der Gruppe sichtbar zu machen. Das schafft Nähe, fördert Austausch und baut Barrieren ab. Besonders wirkungsvoll ist die Methode zu Beginn von Workshops oder bei gruppenübergreifenden Treffen. 

Sinn und Zweck

  • Kennenlernen und Teambuilding: Besonders wenn verschiedene Abteilungen zusammentreffen oder neue Beschäftigte dazukommen, ermöglicht die Standup-Methode, mehr über die anderen zu erfahren.  
  • Energie aktivieren: Bewegung durch Aufstehen wirkt als Energizer und erhöht die Aufmerksamkeit. 
  • Vertrauen und Offenheit fördern: Sichtbarmachen von Vielfalt und Zugehörigkeit stärkt das Gruppengefühl und schafft Gesprächsanlässe. 
  • Informelle Atmosphäre: Durch den niederschwelligen, körperlich-aktivierenden Einstieg entsteht ein angenehmer und ungezwungener Raum. 

Ressourcen (Raum, Material u.a.)

Raum: 
  • Ausreichend Platz für alle Teilnehmenden – ideal im Stuhlkreis, sodass sich alle sehen können. 
  • Bewegungsfreiheit für das Aufstehen ohne Enge.
Material (optional): 
  • Flipchart oder Pinnwand zur Dokumentation von Aussagen oder Beobachtungen (nur bei Bedarf). 

Ablauf

1. Gruppenphase 
  • Die Moderation liest mehrere Fragen oder Aussagen vor und bittet die Teilnehmenden immer dann aufzustehen, wenn die Frage oder Aussage auf sie zutrifft.  
  • Dadurch wird für alle sichtbar, wer eigentlich da ist und welche Vielfalt sich im Raum abbildet.  
  • Zu jeder Frage/Aussage werden 3-4 Statements eingefangen, in denen die Teilnehmenden sich kurz vorstellen und berichten, warum sie heute gekommen sind bzw. Warum sie aufgestanden sind.  
  • Mögliche Fragen können zum Beispiel sein: 
    • Wer ist seit mehr als 10 Jahren im Betrieb? 
    • Für wen ist das die erste Arbeitsstelle? 
    • Wer pendelt täglich länger als 30 Minuten zum Job? 
    • Wer hat schon einmal Bildungsurlaub genommen? 
    • Wer ist kürzer als ein Jahr im Betrieb? 
    • Wer kommt mit dem Fahrrad zur Arbeit? 
2. Austausch in Paaren/Kleingruppen 
  • Die Moderation fragt anschließend, ob die Anwesenden überrascht sind, von dem, was sie gesehen haben. 
  • Die Teilnehmenden besprechen ihre Beobachtungen in Zweiergruppen oder Kleingruppen.  
3. Schlussdiskussion und Feedback 
  • Abschließend kommen alle Teilnehmenden wieder im Plenum zusammen und tragen die wichtigsten Diskussionsergebnisse vor: Welche Beobachtungen, Aha-Momente oder Gedanken gab es? 

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Aufgaben
Icebreaker
Aktivieren
Kontext
Betriebsrat
Vertrauensleute
Schwierigkeit
gering
Gruppengröße
groß
Kanal
analog
Dauer
Tool

Legende

  • Icebreaker: Kurze Formate, die zu Beginn von Veranstaltungen das Klima auflockern und für eine positive Stimmung sorgen. Sie können auch nach Pausen (Warmup/Energizer) eingesetzt werden.
  • Informieren: Zusammenstellung bzw. Vermittlung von Informationen, oft als Grundlage für folgende Beteiligung.
  • Aktivieren: Gewinnung von Beteiligten bzw. Motivation für ein Thema bzw. Anliegen.
  • Diskussion starten: Einstieg in  dialogische Prozesse mit dem Ziel, alle Anwesenden einzubeziehen.
  • Meinungen und Reaktionen: Formate, die möglichst viele Beteiligte dazu motivieren, ihre Sichtweise mit der Gruppe zu teilen.
  • Analysieren: Gemeinsames Verständnis für eine Situation, einen Konflikt oder eine Herausforderung entwickeln.
  • Planen und entwickeln: Formate, die die Erarbeitung gemeinsamer Strategien ermöglichen.
  • Entscheiden: Formate, die Abstimmungen oder Meinungsbilder ermöglichen.
  • Vernetzen: Formate, die Beteiligte miteinander in den aktiven Austausch bringen.
  • Längerfristig zusammenarbeiten: Formate mit dem Ziel, auch nach dem unmittelbaren Austausch gemeinsam Ziele zu realisieren.
  • Konflikte bearbeiten: Formate, die einen wertschätzenden Austausch zu Konfliktthemen ermöglichen.
  • Betriebserschließung: Formate, die sich in der Aktivierung von Beschäftigten in noch nicht erschlossenen Betrieben einsetzen lassen.
  • Betriebsrat: Formate zum Einsatz im bzw. durch den Betriebsrat.
  • Vertrauensleute: Formate zum Einsatz im bzw. durch den Vertrauenskörper.
  • Arbeitgeber: Formate, die Arbeitgeber zur Beteiligung der Belegschaft nutzen können.
  • Mitgliederbeteiligung: Formate zur Beteiligung von Mitgliedern der Gewerkschaft außerhalb von Betrieben.
  • Mitgliederwerbung: Formate, die im Kontext von Werbemaßnahmen hilfreich sein können.
  • Tarifverhandlungen: Formate zur Vorbereitung oder Begleitung von Tarifverhandlungen in der Fläche oder im Betrieb.
  • Krisen in Unternehmen: Formate zur Begleitung von krisenbedingten Verhandlungen in Unternehmen durch Betriebsrat oder Gewerkschaft.
  • gering: Das Format kann von Menschen mit etwas Moderationserfahrung aber ohne spezifische Vorkenntnisse umgesetzt werden.
  • mittel: Die Moderation sollte über einschlägige Erfahrung verfügen bzw sich anhand der Tipps sorgfältig vorbereiten.
  • hoch: Praktische Erfahrung mit diesem Format ist erforderlich, evtl. ist eine externe Moderation zu prüfen.
  • Analog: Formate, die gemeinsam in Präsenz an einem Ort durchgeführt werden.
  • Hybrid: Formate, die auch hybrid möglich sind, bei denen also ein Teil der Mitwirkenden vor Ort ist, ein anderer Teil digital zugeschaltet werden kann.
  • Digital: Formate für den digitalen Raum (z.B. in Online-Foren oder Video-Calls.
  • klein: Gruppen von unter 8 Personen.
  • mittel: Typische Gruppengrößen zwischen ca. 8 und 40 Personen.
  • groß: Großgruppen über 40 Personen.
  • Tool: Kleine Tools, um bestimmte Aufgaben (Gruppeneinteilung, Meinungsbilder, etc.) in einem Prozess zu bewältigen. Sie dauern in der Regel nur wenige Minuten.
  • Unter 2 Stunden: Kürzere Formate, die im Normalfall in eine typische Veranstaltung integriert werden können.
  • Halber Tag: Formate, die in der Regel zwischen 2 und 4 Stunden benötigen.
  • Eintägig: Größere Formate, die zwischen 4 und 8 Stunden Zeit benötigen und als eigenständige Tagesveranstaltung konzipiert sind.
  • Mehrere Tage: Komplette Prozess-Formate, die aus mehreren Bausteinen bestehen, die oftmals auch mit einem bestimmten zeitlichen Abstand aufeinander folgen sollen.
Ähnlich: Kugellager
Dieses Tool ermöglicht, in kurzer Zeit mit möglichst vielen anderen Menschen zu diskutieren.