Schatzsuche

Die Schatzsuche hilft den Beteiligten, sich gegenseitig kennen und schätzen zu lernen. Es ermutigt die Teilnehmenden aufeinander zuzugehen und sich mit anderen auszutauschen, um Vertrauen aufzubauen. 

Sinn und Zweck

  • Schnelles, niedrigschwelliges Kennenlernen: Die Schatzsuche ermöglicht durch viele kurze Gespräche ein unkompliziertes und gleichzeitig persönliches Kennenlernen aller Beteiligten – besonders geeignet für den Einstieg in Gruppenprozesse.
  • Vertrauen aufbauen: Durch persönliche Fragen und gegenseitiges Interesse entsteht Wertschätzung und Vertrauen, was die Gruppenatmosphäre verbessert.
  • Aktive Pause: Die Methode eignet sich auch als Bewegungseinheit zwischen intensiven Arbeitsphasen und bringt neue Energie.

Ressourcen (Raum, Material u.a.)

Raum:
  • Offener Raum mit ausreichend Platz für Bewegung
  • Optional: Stuhlkreis für Einleitung und Abschluss
Material:
  • Fragebögen mit vorbereiteten Fragen
  • Stifte
  • Schreibunterlagen (z. B. Klemmbretter) für das Ausfüllen im Stehen

Ablauf

1. Vorbereitungsphase
  • Die Moderation stellt einen Fragenkatalog zusammen, der für die spätere Schatzsuche genutzt wird.
  • Die Fragen können persönlicher Natur sein (z. B. Hobbys, Erfahrungen, Lieblingsorte) oder sich auf das gemeinsame Thema oder Projekt beziehen (z. B. Erwartungen, Herausforderungen, Ideen).
  • Je nach Gruppenzusammensetzung sollte auf kulturelle Sensibilität und persönliche Grenzen geachtet werden.
2. Kommunikationsphase
  • Jede*r Teilnehmende erhält einen Fragebogen mit mehreren offenen Fragen.
  • Die Aufgabe: Innerhalb von ca. 15 Minuten im Raum umhergehen und für jede Frage eine Antwort bei einer anderen Person „sammeln“.
  • Pro Gespräch wird nur eine Frage beantwortet, dann wechselt das Gegenüber.
  • Ziel ist es, mit möglichst vielen verschiedenen Personen zu sprechen. Wenn mehr Fragen als Teilnehmende vorhanden sind, kann eine Person auch mehrmals gefragt werden – idealerweise zu unterschiedlichen Fragen.
3. Plenumsphase
  • Im Anschluss geht die Gruppe die Fragen gemeinsam durch.
  • Wer zu einer bestimmten Frage eine Antwort erhalten hat, hebt die Hand und nennt diese.
  • Die Moderation kann vertiefende Fragen stellen, etwa:
    • „Gab es besonders überraschende oder kreative Antworten?“
    • „Wem wurde die gleiche Frage mehrfach gestellt – warum wohl?“
    • „Was habt ihr über die Gruppe gelernt?“
    • „Wie hat sich euer Gefühl gegenüber den anderen verändert?“

Tipps und Stolperfallen

  • Die Methode eignet sich besonders gut zum Einstieg in Workshops, zu Beginn eines Projekts oder nach längeren Pausen – überall dort, wo Beziehung und Vertrauen gefördert werden sollen.
  • Fragen zu Herkunft, Privatem oder Überzeugungen sollten freiwillig und wertschätzend behandelt werden – niemand muss alles beantworten.

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Aufgaben
Aktivieren
Diskussion starten
Kontext
Betriebserschließung
Vertrauensleute
Arbeitgeber
Mitgliederbeteiligung
Schwierigkeit
gering
Gruppengröße
mittel
Kanal
analog
Dauer
Unter 2 Stunden

Legende

  • Icebreaker: Kurze Formate, die zu Beginn von Veranstaltungen das Klima auflockern und für eine positive Stimmung sorgen. Sie können auch nach Pausen (Warmup/Energizer) eingesetzt werden.
  • Informieren: Zusammenstellung bzw. Vermittlung von Informationen, oft als Grundlage für folgende Beteiligung.
  • Aktivieren: Gewinnung von Beteiligten bzw. Motivation für ein Thema bzw. Anliegen.
  • Diskussion starten: Einstieg in  dialogische Prozesse mit dem Ziel, alle Anwesenden einzubeziehen.
  • Meinungen und Reaktionen: Formate, die möglichst viele Beteiligte dazu motivieren, ihre Sichtweise mit der Gruppe zu teilen.
  • Analysieren: Gemeinsames Verständnis für eine Situation, einen Konflikt oder eine Herausforderung entwickeln.
  • Planen und entwickeln: Formate, die die Erarbeitung gemeinsamer Strategien ermöglichen.
  • Entscheiden: Formate, die Abstimmungen oder Meinungsbilder ermöglichen.
  • Vernetzen: Formate, die Beteiligte miteinander in den aktiven Austausch bringen.
  • Längerfristig zusammenarbeiten: Formate mit dem Ziel, auch nach dem unmittelbaren Austausch gemeinsam Ziele zu realisieren.
  • Konflikte bearbeiten: Formate, die einen wertschätzenden Austausch zu Konfliktthemen ermöglichen.
  • Betriebserschließung: Formate, die sich in der Aktivierung von Beschäftigten in noch nicht erschlossenen Betrieben einsetzen lassen.
  • Betriebsrat: Formate zum Einsatz im bzw. durch den Betriebsrat.
  • Vertrauensleute: Formate zum Einsatz im bzw. durch den Vertrauenskörper.
  • Arbeitgeber: Formate, die Arbeitgeber zur Beteiligung der Belegschaft nutzen können.
  • Mitgliederbeteiligung: Formate zur Beteiligung von Mitgliedern der Gewerkschaft außerhalb von Betrieben.
  • Mitgliederwerbung: Formate, die im Kontext von Werbemaßnahmen hilfreich sein können.
  • Tarifverhandlungen: Formate zur Vorbereitung oder Begleitung von Tarifverhandlungen in der Fläche oder im Betrieb.
  • Krisen in Unternehmen: Formate zur Begleitung von krisenbedingten Verhandlungen in Unternehmen durch Betriebsrat oder Gewerkschaft.
  • gering: Das Format kann von Menschen mit etwas Moderationserfahrung aber ohne spezifische Vorkenntnisse umgesetzt werden.
  • mittel: Die Moderation sollte über einschlägige Erfahrung verfügen bzw sich anhand der Tipps sorgfältig vorbereiten.
  • hoch: Praktische Erfahrung mit diesem Format ist erforderlich, evtl. ist eine externe Moderation zu prüfen.
  • Analog: Formate, die gemeinsam in Präsenz an einem Ort durchgeführt werden.
  • Hybrid: Formate, die auch hybrid möglich sind, bei denen also ein Teil der Mitwirkenden vor Ort ist, ein anderer Teil digital zugeschaltet werden kann.
  • Digital: Formate für den digitalen Raum (z.B. in Online-Foren oder Video-Calls.
  • klein: Gruppen von unter 8 Personen.
  • mittel: Typische Gruppengrößen zwischen ca. 8 und 40 Personen.
  • groß: Großgruppen über 40 Personen.
  • Tool: Kleine Tools, um bestimmte Aufgaben (Gruppeneinteilung, Meinungsbilder, etc.) in einem Prozess zu bewältigen. Sie dauern in der Regel nur wenige Minuten.
  • Unter 2 Stunden: Kürzere Formate, die im Normalfall in eine typische Veranstaltung integriert werden können.
  • Halber Tag: Formate, die in der Regel zwischen 2 und 4 Stunden benötigen.
  • Eintägig: Größere Formate, die zwischen 4 und 8 Stunden Zeit benötigen und als eigenständige Tagesveranstaltung konzipiert sind.
  • Mehrere Tage: Komplette Prozess-Formate, die aus mehreren Bausteinen bestehen, die oftmals auch mit einem bestimmten zeitlichen Abstand aufeinander folgen sollen.
Ähnlich: Kugellager
Dieses Tool ermöglicht, in kurzer Zeit mit möglichst vielen anderen Menschen zu diskutieren.