Brain Walking

Brain-Walking dient, wie das Brainstorming, dazu, neue und ungewöhnliche Ideen zu generieren. Dabei wird geistige Aktivität mit Bewegung kombiniert und so die Kreativität und aktive Beteiligung der Teilnehmenden gefördert. 

Sinn und Zweck

  • Aktivierendes Arbeitsumfeld: Die Bewegung im Raum sorgt für mehr Energie, Fokus und Kreativität der Teilnehmenden.  
  • Niedrigschwellige Beteiligung: Brain-Walking ist eine einfache Methode, ohne große Hürden und für alle eignet.  

Ressourcen (Raum, Material u.a.)

Raum: 
  • Seminarraum zur Vorbereitung und Abschlussbesprechung 
  • Jeder vorher definierte Raum bietet sich an. Falls der Großteil der Arbeit bzw. der Veranstaltung in Innenräumen stattfindet, ist es sinnvoll, während des Brain-Walkings an die frische Luft zu gehen.  
Material: 
  • Mehrere Flipcharts 
  • Stifte/Marker in verschiedenen Farben 

Ablauf

1. Vorbereitung  
  • Ein vorher definierter Raum (Haus, Park, Seminarraum, …) wird mit mehreren Flipcharts ausgestattet. Auf jedem Flipchart steht eine konkrete Frage, ein Thema oder ein Problem. 
  • Dann kommen die Teilnehmenden zusammen und die Moderation gibt eine kurze Einführung in die Methode und das Thema.
2. Brain-Walking 
  • Anschließend bewegen sich die Teilnehmenden frei im Raum und notieren an jedem Flipchart, an dem sie vorbeikommen ihre Ideen und Überlegungen zu der jeweiligen Frage.  
  • Es ist auch erlaubt, auf bereits notierte Beiträge anderer einzugehen oder diese zu ergänzen.  

 

3. Ergebnisbesprechung 
  • Nach Ablauf der zuvor festgelegten Zeit kommen die Teilnehmenden wieder zusammen, um die Ergebnisse zu besprechen.  
  • Dazu werden zunächst die einzelnen Flipcharts präsentiert und anschließend diskutiert.  

 

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Aufgaben
Diskussion starten
Analysieren
Kontext
Betriebserschließung
Vertrauensleute
Arbeitgeber
Mitgliederbeteiligung
Schwierigkeit
gering
Gruppengröße
klein
mittel
groß
Kanal
analog
Dauer
Unter 2 Stunden

Legende

  • Icebreaker: Kurze Formate, die zu Beginn von Veranstaltungen das Klima auflockern und für eine positive Stimmung sorgen. Sie können auch nach Pausen (Warmup/Energizer) eingesetzt werden.
  • Informieren: Zusammenstellung bzw. Vermittlung von Informationen, oft als Grundlage für folgende Beteiligung.
  • Aktivieren: Gewinnung von Beteiligten bzw. Motivation für ein Thema bzw. Anliegen.
  • Diskussion starten: Einstieg in  dialogische Prozesse mit dem Ziel, alle Anwesenden einzubeziehen.
  • Meinungen und Reaktionen: Formate, die möglichst viele Beteiligte dazu motivieren, ihre Sichtweise mit der Gruppe zu teilen.
  • Analysieren: Gemeinsames Verständnis für eine Situation, einen Konflikt oder eine Herausforderung entwickeln.
  • Planen und entwickeln: Formate, die die Erarbeitung gemeinsamer Strategien ermöglichen.
  • Entscheiden: Formate, die Abstimmungen oder Meinungsbilder ermöglichen.
  • Vernetzen: Formate, die Beteiligte miteinander in den aktiven Austausch bringen.
  • Längerfristig zusammenarbeiten: Formate mit dem Ziel, auch nach dem unmittelbaren Austausch gemeinsam Ziele zu realisieren.
  • Konflikte bearbeiten: Formate, die einen wertschätzenden Austausch zu Konfliktthemen ermöglichen.
  • Betriebserschließung: Formate, die sich in der Aktivierung von Beschäftigten in noch nicht erschlossenen Betrieben einsetzen lassen.
  • Betriebsrat: Formate zum Einsatz im bzw. durch den Betriebsrat.
  • Vertrauensleute: Formate zum Einsatz im bzw. durch den Vertrauenskörper.
  • Arbeitgeber: Formate, die Arbeitgeber zur Beteiligung der Belegschaft nutzen können.
  • Mitgliederbeteiligung: Formate zur Beteiligung von Mitgliedern der Gewerkschaft außerhalb von Betrieben.
  • Mitgliederwerbung: Formate, die im Kontext von Werbemaßnahmen hilfreich sein können.
  • Tarifverhandlungen: Formate zur Vorbereitung oder Begleitung von Tarifverhandlungen in der Fläche oder im Betrieb.
  • Krisen in Unternehmen: Formate zur Begleitung von krisenbedingten Verhandlungen in Unternehmen durch Betriebsrat oder Gewerkschaft.
  • gering: Das Format kann von Menschen mit etwas Moderationserfahrung aber ohne spezifische Vorkenntnisse umgesetzt werden.
  • mittel: Die Moderation sollte über einschlägige Erfahrung verfügen bzw sich anhand der Tipps sorgfältig vorbereiten.
  • hoch: Praktische Erfahrung mit diesem Format ist erforderlich, evtl. ist eine externe Moderation zu prüfen.
  • Analog: Formate, die gemeinsam in Präsenz an einem Ort durchgeführt werden.
  • Hybrid: Formate, die auch hybrid möglich sind, bei denen also ein Teil der Mitwirkenden vor Ort ist, ein anderer Teil digital zugeschaltet werden kann.
  • Digital: Formate für den digitalen Raum (z.B. in Online-Foren oder Video-Calls.
  • klein: Gruppen von unter 8 Personen.
  • mittel: Typische Gruppengrößen zwischen ca. 8 und 40 Personen.
  • groß: Großgruppen über 40 Personen.
  • Tool: Kleine Tools, um bestimmte Aufgaben (Gruppeneinteilung, Meinungsbilder, etc.) in einem Prozess zu bewältigen. Sie dauern in der Regel nur wenige Minuten.
  • Unter 2 Stunden: Kürzere Formate, die im Normalfall in eine typische Veranstaltung integriert werden können.
  • Halber Tag: Formate, die in der Regel zwischen 2 und 4 Stunden benötigen.
  • Eintägig: Größere Formate, die zwischen 4 und 8 Stunden Zeit benötigen und als eigenständige Tagesveranstaltung konzipiert sind.
  • Mehrere Tage: Komplette Prozess-Formate, die aus mehreren Bausteinen bestehen, die oftmals auch mit einem bestimmten zeitlichen Abstand aufeinander folgen sollen.
Ähnlich: Stationsrunden
Diese Methode kann in verschiedenen Prozessen verwendet werden, um sowohl die Anzahl der verfügbaren Optionen zur Behebung jedes Problems als auch bestehendes Einvernehmen zu visualisieren.