Blitzlicht

Die Methode Blitzlicht eignet sich dazu, Meinungen und Stimmungen in einer Gruppe schnell zu ermitteln, auch bei einer größeren Zahl an Teilnehmenden

Sinn und Zweck

  • Schnelle Abfrage von Informationen: Während einer sogenannten Blitzlichtrunde äußern sich die Teilnehmenden kurz zu einer klar bestimmten Fragestellung. Auf diese Weise können Meinungen, Stimmungen oder auch Vorwissen zu einem bestimmten Thema schnell abgefragt werden.
  • Feedback: Neben der Abfrage von Informationen kann das Blitzlicht auch gut genutzt werden, um Feedback (bspw. zu einer Veranstaltung) einzuholen.
  • Selbstreflektion: Die Methode Blitzlicht ermöglicht neben dem Einholen von individuellen Positionen auch eine kurze Selbstreflektion der Teilnehmenden und stellt diese der gesamten Gruppe als Momentaufnahme zur Verfügung.

Ressourcen (Raum, Material u.a.)

Raum
  • Stuhlkreis
Materialien
  • Eine Blitzlichtrunde kann gänzlich ohne Materialien umgesetzt werden. Zur Orientierung der Teilnehmenden kann aber ein Flipchart dienen, auf dem die Leitfrage für die Blitzlichtrunde geschrieben wird.
  • Es kann sinnvoll sein, einen "Sprechstein" (Ball o.ä.) einzusetzen, der von Person zu Person weitergegeben oder geworfen wird.

Ablauf

1. Formulierung der Frage
  • Die Moderation stellt eine vorab formulierte Frage. Sie bezieht sich entweder auf einen bestimmten inhaltlichen Aspekt der Veranstaltung oder ist auf ein Feedback der Veranstaltung bzw. einzelner Veranstaltungsteile gerichtet. Dabei kann es sinnvoll sein, die Frage auf einem Flipchart zu visualisieren.
2. Statement der Teilnehmenden
  • Anschließend gibt jeder Teilnehmende ein kurzes Statement in ein bis zwei Sätzen ab. Die Teilnehmenden sprechen dabei nur über ihre eigenen Vorstellungen/Positionen und formulieren dies möglichst in der Ich-Form. Das Gesagte darf nicht kommentiert werden und alle anderen hören zu.
  • Wenn sich die Teilnehmenden nicht der Reihe nach äußern sollen (wie bspw. in einem Stuhlkreis), ist es sinnvoll, einen „Sprechstein“ (Ball o.ä.) bereitzustellen, der von Person zu Person weitergegeben oder geworfen wird.

Ein Blitzlicht muss nicht notwendigerweise ausgewertet werden. Es kann auch als Momentaufnahme fungieren.

Tipps und Stolperfallen

Während Veranstaltungen können auch mehrere Blitzlichtrunden durchgeführt, in denen zunächst Erwartungen, dann Zwischenfazits und schließlich Feedbacks eingeholt werden können (Anfangs-, Zwischen- und Schlussblitzlicht).

Für den Erfolg einer Blitzlichtrunde ist entscheidend, dass die Ausgangsfrage klar und verständlich formuliert ist und von allen Teilnehmenden verstanden werden kann.

An einem Blitzlicht sollten nicht mehr als 25-30 Personen teilnehmen.

Anwendungsbeispiele

Die Methode wird häufig in der Erwachsenenbildung oder der politischen Bildung verwendet.

Links und Dokumente

http://methodenpool.uni-koeln.de/download/blitzlicht.pdf

https://www.betzold.de/blog/blitzlicht/?srsltid=AfmBOoqCfB10UyCDipo7fyi93xSMv63FI_8fe7SSbJnINYJczbgmPu51

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Aufgaben
Meinungen und Reaktionen
Kontext
Betriebsrat
Vertrauensleute
Arbeitgeber
Mitgliederbeteiligung
Tarifverhandlungen
Schwierigkeit
gering
Gruppengröße
klein
mittel
Kanal
analog
digital
hybrid
Dauer
Tool

Legende

  • Icebreaker: Kurze Formate, die zu Beginn von Veranstaltungen das Klima auflockern und für eine positive Stimmung sorgen. Sie können auch nach Pausen (Warmup/Energizer) eingesetzt werden.
  • Informieren: Zusammenstellung bzw. Vermittlung von Informationen, oft als Grundlage für folgende Beteiligung.
  • Aktivieren: Gewinnung von Beteiligten bzw. Motivation für ein Thema bzw. Anliegen.
  • Diskussion starten: Einstieg in  dialogische Prozesse mit dem Ziel, alle Anwesenden einzubeziehen.
  • Meinungen und Reaktionen: Formate, die möglichst viele Beteiligte dazu motivieren, ihre Sichtweise mit der Gruppe zu teilen.
  • Analysieren: Gemeinsames Verständnis für eine Situation, einen Konflikt oder eine Herausforderung entwickeln.
  • Planen und entwickeln: Formate, die die Erarbeitung gemeinsamer Strategien ermöglichen.
  • Entscheiden: Formate, die Abstimmungen oder Meinungsbilder ermöglichen.
  • Vernetzen: Formate, die Beteiligte miteinander in den aktiven Austausch bringen.
  • Längerfristig zusammenarbeiten: Formate mit dem Ziel, auch nach dem unmittelbaren Austausch gemeinsam Ziele zu realisieren.
  • Konflikte bearbeiten: Formate, die einen wertschätzenden Austausch zu Konfliktthemen ermöglichen.
  • Betriebserschließung: Formate, die sich in der Aktivierung von Beschäftigten in noch nicht erschlossenen Betrieben einsetzen lassen.
  • Betriebsrat: Formate zum Einsatz im bzw. durch den Betriebsrat.
  • Vertrauensleute: Formate zum Einsatz im bzw. durch den Vertrauenskörper.
  • Arbeitgeber: Formate, die Arbeitgeber zur Beteiligung der Belegschaft nutzen können.
  • Mitgliederbeteiligung: Formate zur Beteiligung von Mitgliedern der Gewerkschaft außerhalb von Betrieben.
  • Mitgliederwerbung: Formate, die im Kontext von Werbemaßnahmen hilfreich sein können.
  • Tarifverhandlungen: Formate zur Vorbereitung oder Begleitung von Tarifverhandlungen in der Fläche oder im Betrieb.
  • Krisen in Unternehmen: Formate zur Begleitung von krisenbedingten Verhandlungen in Unternehmen durch Betriebsrat oder Gewerkschaft.
  • gering: Das Format kann von Menschen mit etwas Moderationserfahrung aber ohne spezifische Vorkenntnisse umgesetzt werden.
  • mittel: Die Moderation sollte über einschlägige Erfahrung verfügen bzw sich anhand der Tipps sorgfältig vorbereiten.
  • hoch: Praktische Erfahrung mit diesem Format ist erforderlich, evtl. ist eine externe Moderation zu prüfen.
  • Analog: Formate, die gemeinsam in Präsenz an einem Ort durchgeführt werden.
  • Hybrid: Formate, die auch hybrid möglich sind, bei denen also ein Teil der Mitwirkenden vor Ort ist, ein anderer Teil digital zugeschaltet werden kann.
  • Digital: Formate für den digitalen Raum (z.B. in Online-Foren oder Video-Calls.
  • klein: Gruppen von unter 8 Personen.
  • mittel: Typische Gruppengrößen zwischen ca. 8 und 40 Personen.
  • groß: Großgruppen über 40 Personen.
  • Tool: Kleine Tools, um bestimmte Aufgaben (Gruppeneinteilung, Meinungsbilder, etc.) in einem Prozess zu bewältigen. Sie dauern in der Regel nur wenige Minuten.
  • Unter 2 Stunden: Kürzere Formate, die im Normalfall in eine typische Veranstaltung integriert werden können.
  • Halber Tag: Formate, die in der Regel zwischen 2 und 4 Stunden benötigen.
  • Eintägig: Größere Formate, die zwischen 4 und 8 Stunden Zeit benötigen und als eigenständige Tagesveranstaltung konzipiert sind.
  • Mehrere Tage: Komplette Prozess-Formate, die aus mehreren Bausteinen bestehen, die oftmals auch mit einem bestimmten zeitlichen Abstand aufeinander folgen sollen.
Ähnlich: Ampel-Feedback
Schnelles und klares Feedback zu Positionen, Meinungen, Ideen und Vorschlägen.