Um ein Thema aus möglichst vielen Perspektiven beleuchten zu können, eignen sich die Denkhüte sehr gut. Ziel ist es, die persönliche Meinung zu einem Thema kurzfristig abzulegen, offen für neue Argumentationen zu werden und die verschiedenen Dimensionen eines Themas zu erkennen.
Im Prinzip handelt es sich bei der Denkhüte-Methode um eine normale Gruppendiskussion, die durch Aspekte des Rollenspiels bereichert wird. Das zu besprechende Thema wird durch fünf verschiedene Denkweisen aus unterschiedlichsten Seiten beleuchtet.
Weiß – Fakten/Analyse
Weiß steht für neutrales, analytisches Denken. Mitglieder in dieser Rolle beschäftigen sich nur mit Fakten, Zahlen und Daten. Sie vermeiden es, sich eine subjektive Meinung zu bilden und bewerten nicht.
Rot – Gefühle/Intuition
Diese Farbe steht für subjektives, emotionales Denken. Mitglieder in dieser Rolle bilden sich eine persönliche Meinung und betrachten positive wie negative Gefühle. Hier dürfen auch Widersprüche auftreten.
Schwarz – Risiken/Einwände
Diese Rolle repräsentiert den pessimistischen Kritiker. Der Kritiker konzentriert sich auf objektive Argumente, die negative Aspekte hervorheben. Mitglieder mit schwarzem Denkhut denken an Risiken und Einwände.
Gelb – Chancen/Vorteile
Gelb steht für den Gegensatz zum Kritiker. Hier ist realistischer Optimismus gefragt. Positive Argumente werden gesammelt. Objektive Chancen und Vorteile sind Thema des „gelben Denkers“.
Grün – Ideen/Kreativität
Der grüne Denkhut steht für Innovation, Neuheit und Assoziation. Mitglieder in der grünen Rolle produzieren neue Ideen und kreative Vorschläge. Kritik ist hier fehl am Platz: alle Ideen werden gesammelt.
Blau – Ordnung/Steuerung
Die blaue Rolle sorgt für Ordnung, Durch- und Überblick. Ihre Aufgabe ist es, Ideen und Gedanken zu strukturieren.
Richtwert: 3–6 Minuten pro Hut (je nach Zeitrahmen).
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