Drei Eigenschaften

Ziel der Methode „Drei Eigenschaften“ ist es, niedrigschwellig Meinungen einzuholen und dabei auch die stilleren Personen zu aktivieren – ohne Bewertung ihrer Äußerungen.

Sinn und Zweck

  • Aktivierung und Feedback: Im Rahmen der Methode „Drei Eigenschaften“ werden alle Beteiligten aufgefordert, drei Eigenschaften zu nennen, die ihnen zu einem Thema oder einer Veranstaltungen einfallen. So können alle Beteiligten aktiviert und schnell Stimmungsbilder sowie Rückmeldungen einholt werden.

Ressourcen (Raum, Material u.a.)

Raum
  • Stuhlkreis
Materialien
  • Zur Orientierung der Teilnehmenden kann aber ein Flipchart dienen, auf dem die Leitfrage notiert wird.
  • Es kann sinnvoll sein, einen "Sprechstein" (Ball o.ä.) einzusetzen, der von Person zu Person weitergegeben oder geworfen wird.

Ablauf

1. Formulierung der Frage / des Feedbackauftrags
  • Die Moderation definiert einen konkreten Gegenstand, den die Teilnehmenden anhand von drei Eigenschaften bewerten sollen. Dies kann sich auf einen bestimmten inhaltlichen Aspekt einer Veranstaltung oder die gesamte Verstnaltung beziehen.
2. Statement der Teilnehmenden
  • Die Teilnehmenden werden aufgefordert, sich innerhalb von einer Minute drei Eigenschaftswörter zu überlegen, die ihre Meinung zum Thema bzw. ihr Feedback zur Veranstaltung ausdrücken. Im Anschluss nennen alle Beteiligten nacheinander die drei Adjektive. Die Meinungsäußerungen werden nicht kommentiert.
  • Wenn sich die Teilnehmenden nicht der Reihe nach äußern sollen (wie bspw. in einem Stuhlkreis), ist es sinnvoll, einen „Sprechstein“ (Ball o.ä.) bereitzustellen, der von Person zu Person weitergegeben oder geworfen wird.

Tipps und Stolperfallen

Die Methode ähnelt der Methode Blitzlicht. Wie auch bei dieser Methode sollten nicht mehr als 25-30 Personen an den "Drei Eigenschaften" teilnehmen.

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Aufgaben
Aktivieren
Diskussion starten
Meinungen und Reaktionen
Kontext
Betriebserschließung
Betriebsrat
Vertrauensleute
Arbeitgeber
Mitgliederbeteiligung
Mitgliederwerbung
Tarifverhandlungen
Krisen in Unternehmen
Schwierigkeit
gering
Gruppengröße
klein
mittel
groß
Kanal
analog
digital
hybrid
Dauer
Tool

Legende

  • Icebreaker: Kurze Formate, die zu Beginn von Veranstaltungen das Klima auflockern und für eine positive Stimmung sorgen. Sie können auch nach Pausen (Warmup/Energizer) eingesetzt werden.
  • Informieren: Zusammenstellung bzw. Vermittlung von Informationen, oft als Grundlage für folgende Beteiligung.
  • Aktivieren: Gewinnung von Beteiligten bzw. Motivation für ein Thema bzw. Anliegen.
  • Diskussion starten: Einstieg in  dialogische Prozesse mit dem Ziel, alle Anwesenden einzubeziehen.
  • Meinungen und Reaktionen: Formate, die möglichst viele Beteiligte dazu motivieren, ihre Sichtweise mit der Gruppe zu teilen.
  • Analysieren: Gemeinsames Verständnis für eine Situation, einen Konflikt oder eine Herausforderung entwickeln.
  • Planen und entwickeln: Formate, die die Erarbeitung gemeinsamer Strategien ermöglichen.
  • Entscheiden: Formate, die Abstimmungen oder Meinungsbilder ermöglichen.
  • Vernetzen: Formate, die Beteiligte miteinander in den aktiven Austausch bringen.
  • Längerfristig zusammenarbeiten: Formate mit dem Ziel, auch nach dem unmittelbaren Austausch gemeinsam Ziele zu realisieren.
  • Konflikte bearbeiten: Formate, die einen wertschätzenden Austausch zu Konfliktthemen ermöglichen.
  • Betriebserschließung: Formate, die sich in der Aktivierung von Beschäftigten in noch nicht erschlossenen Betrieben einsetzen lassen.
  • Betriebsrat: Formate zum Einsatz im bzw. durch den Betriebsrat.
  • Vertrauensleute: Formate zum Einsatz im bzw. durch den Vertrauenskörper.
  • Arbeitgeber: Formate, die Arbeitgeber zur Beteiligung der Belegschaft nutzen können.
  • Mitgliederbeteiligung: Formate zur Beteiligung von Mitgliedern der Gewerkschaft außerhalb von Betrieben.
  • Mitgliederwerbung: Formate, die im Kontext von Werbemaßnahmen hilfreich sein können.
  • Tarifverhandlungen: Formate zur Vorbereitung oder Begleitung von Tarifverhandlungen in der Fläche oder im Betrieb.
  • Krisen in Unternehmen: Formate zur Begleitung von krisenbedingten Verhandlungen in Unternehmen durch Betriebsrat oder Gewerkschaft.
  • gering: Das Format kann von Menschen mit etwas Moderationserfahrung aber ohne spezifische Vorkenntnisse umgesetzt werden.
  • mittel: Die Moderation sollte über einschlägige Erfahrung verfügen bzw sich anhand der Tipps sorgfältig vorbereiten.
  • hoch: Praktische Erfahrung mit diesem Format ist erforderlich, evtl. ist eine externe Moderation zu prüfen.
  • Analog: Formate, die gemeinsam in Präsenz an einem Ort durchgeführt werden.
  • Hybrid: Formate, die auch hybrid möglich sind, bei denen also ein Teil der Mitwirkenden vor Ort ist, ein anderer Teil digital zugeschaltet werden kann.
  • Digital: Formate für den digitalen Raum (z.B. in Online-Foren oder Video-Calls.
  • klein: Gruppen von unter 8 Personen.
  • mittel: Typische Gruppengrößen zwischen ca. 8 und 40 Personen.
  • groß: Großgruppen über 40 Personen.
  • Tool: Kleine Tools, um bestimmte Aufgaben (Gruppeneinteilung, Meinungsbilder, etc.) in einem Prozess zu bewältigen. Sie dauern in der Regel nur wenige Minuten.
  • Unter 2 Stunden: Kürzere Formate, die im Normalfall in eine typische Veranstaltung integriert werden können.
  • Halber Tag: Formate, die in der Regel zwischen 2 und 4 Stunden benötigen.
  • Eintägig: Größere Formate, die zwischen 4 und 8 Stunden Zeit benötigen und als eigenständige Tagesveranstaltung konzipiert sind.
  • Mehrere Tage: Komplette Prozess-Formate, die aus mehreren Bausteinen bestehen, die oftmals auch mit einem bestimmten zeitlichen Abstand aufeinander folgen sollen.