Ampel-Feedback

Schnelle Meinungsbilder zu ermitteln, ist gerade in Beteiligungsprozessen wichtig. Das Ampel-Feedback hilft dabei und zeigt auch an, wie hoch der Anteil der Unentschlossenen in der Gruppe ist. 

Sinn und Zweck

  • Schnelle Stimmungsabfrage: Die Teilnehmenden können unkompliziert zeigen, wie sie etwas finden oder bewerten, ohne sich erklären zu müssen.  
  • Transparenz schaffen: Alle Beteiligten sehen auf einen Blick, wo Unsicherheiten, Ablehnung oder weiterer Erklärungsbedarf besteht.  

Ressourcen (Raum, Material u.a.)

Raum:  
  • Ort, an dem alle Teilnehmenden sich gegenseitig sehen können, um die Stimmungen der anderen sehen zu können. 
  • Wie genau dies aussieht, kann individuell je nach Art der Veranstaltung variieren.  
 Material: 
  • Rote, gelbe und grüne Kärtchen für alle Teilnehmenden  
  • Dabei ist es sinnvoll, diese zu laminieren, um die Nutzungsdauer zu verlängern. 

Ablauf

1. Meinungsabfrage durch die Moderation 
  • Alle Teilnehmenden erhalten je ein rotes, ein gelbes und ein grünes Tonpapier- oder Moderationskärtchen.  
  • Die Bedeutung der Farben: Rot drückt Ablehnung aus, Gelb Unentschlossenheit und Grün Zustimmung. 
  • Die Moderation stellt nun Fragen, die die Teilnehmenden durch das Hochhalten des für sie zutreffenden Kärtchens beantworten. 
  • So erhalten Moderation und Beteiligte schnell ein visuelles Stimmungsbild als Grundlage für eine vertiefte Diskussion im Plenum.  
2. Ergebnisse festhalten 
  • Nach Belieben können die Ergebnisse der Umfrage durch ein Tafelbild, digitales Diagramm oder ähnliches sichtbar gemacht werden.  
  • So können Stimmungen zu verschiedenen Fragen verglichen werden oder ein Vorher/Nachher-Vergleich erfolgen.  

Tipps und Stolperfallen

Im digitalen Raum können die Teilnehmenden mit Handzeichen statt Farben arbeiten. Grün: Daumen hoch, Gelb: waagrechte flache Hand, Rot: Daumen runter.

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Aufgaben
Diskussion starten
Entscheiden
Konflikte bearbeiten
Kontext
Betriebserschließung
Betriebsrat
Vertrauensleute
Arbeitgeber
Mitgliederbeteiligung
Mitgliederwerbung
Schwierigkeit
gering
Gruppengröße
klein
mittel
groß
Kanal
analog
Dauer
Tool

Legende

  • Icebreaker: Kurze Formate, die zu Beginn von Veranstaltungen das Klima auflockern und für eine positive Stimmung sorgen. Sie können auch nach Pausen (Warmup/Energizer) eingesetzt werden.
  • Informieren: Zusammenstellung bzw. Vermittlung von Informationen, oft als Grundlage für folgende Beteiligung.
  • Aktivieren: Gewinnung von Beteiligten bzw. Motivation für ein Thema bzw. Anliegen.
  • Diskussion starten: Einstieg in  dialogische Prozesse mit dem Ziel, alle Anwesenden einzubeziehen.
  • Meinungen und Reaktionen: Formate, die möglichst viele Beteiligte dazu motivieren, ihre Sichtweise mit der Gruppe zu teilen.
  • Analysieren: Gemeinsames Verständnis für eine Situation, einen Konflikt oder eine Herausforderung entwickeln.
  • Planen und entwickeln: Formate, die die Erarbeitung gemeinsamer Strategien ermöglichen.
  • Entscheiden: Formate, die Abstimmungen oder Meinungsbilder ermöglichen.
  • Vernetzen: Formate, die Beteiligte miteinander in den aktiven Austausch bringen.
  • Längerfristig zusammenarbeiten: Formate mit dem Ziel, auch nach dem unmittelbaren Austausch gemeinsam Ziele zu realisieren.
  • Konflikte bearbeiten: Formate, die einen wertschätzenden Austausch zu Konfliktthemen ermöglichen.
  • Betriebserschließung: Formate, die sich in der Aktivierung von Beschäftigten in noch nicht erschlossenen Betrieben einsetzen lassen.
  • Betriebsrat: Formate zum Einsatz im bzw. durch den Betriebsrat.
  • Vertrauensleute: Formate zum Einsatz im bzw. durch den Vertrauenskörper.
  • Arbeitgeber: Formate, die Arbeitgeber zur Beteiligung der Belegschaft nutzen können.
  • Mitgliederbeteiligung: Formate zur Beteiligung von Mitgliedern der Gewerkschaft außerhalb von Betrieben.
  • Mitgliederwerbung: Formate, die im Kontext von Werbemaßnahmen hilfreich sein können.
  • Tarifverhandlungen: Formate zur Vorbereitung oder Begleitung von Tarifverhandlungen in der Fläche oder im Betrieb.
  • Krisen in Unternehmen: Formate zur Begleitung von krisenbedingten Verhandlungen in Unternehmen durch Betriebsrat oder Gewerkschaft.
  • gering: Das Format kann von Menschen mit etwas Moderationserfahrung aber ohne spezifische Vorkenntnisse umgesetzt werden.
  • mittel: Die Moderation sollte über einschlägige Erfahrung verfügen bzw sich anhand der Tipps sorgfältig vorbereiten.
  • hoch: Praktische Erfahrung mit diesem Format ist erforderlich, evtl. ist eine externe Moderation zu prüfen.
  • Analog: Formate, die gemeinsam in Präsenz an einem Ort durchgeführt werden.
  • Hybrid: Formate, die auch hybrid möglich sind, bei denen also ein Teil der Mitwirkenden vor Ort ist, ein anderer Teil digital zugeschaltet werden kann.
  • Digital: Formate für den digitalen Raum (z.B. in Online-Foren oder Video-Calls.
  • klein: Gruppen von unter 8 Personen.
  • mittel: Typische Gruppengrößen zwischen ca. 8 und 40 Personen.
  • groß: Großgruppen über 40 Personen.
  • Tool: Kleine Tools, um bestimmte Aufgaben (Gruppeneinteilung, Meinungsbilder, etc.) in einem Prozess zu bewältigen. Sie dauern in der Regel nur wenige Minuten.
  • Unter 2 Stunden: Kürzere Formate, die im Normalfall in eine typische Veranstaltung integriert werden können.
  • Halber Tag: Formate, die in der Regel zwischen 2 und 4 Stunden benötigen.
  • Eintägig: Größere Formate, die zwischen 4 und 8 Stunden Zeit benötigen und als eigenständige Tagesveranstaltung konzipiert sind.
  • Mehrere Tage: Komplette Prozess-Formate, die aus mehreren Bausteinen bestehen, die oftmals auch mit einem bestimmten zeitlichen Abstand aufeinander folgen sollen.
Ähnlich: Blitzlicht
Dieses Tool eignet sich dazu, Meinungen und Stimmungen auch einer größeren Gruppe schnell in Erfahrung zu bringen.